Keine Panik nach Werders gerissener Herbst-Serie |
11.11.2006
Keine Panik nach Werders gerissener Herbst-Serie
Bremen (ots) - Die Serie ist gerissen! Mit der 1:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund am Freitagabend endete vorerst der "Goldene Herbst" fr die Grn-Weien. Seit dem 16.09.2006, der Tag der Niederlage gegen den VfB Stuttgart blieben die Bremer in zehn Pflichtspielen ungeschlagen. Dabei holten sie sieben Siege und drei Unentschieden, kataputlierten sich an die Tabellenspitze der Bundesliga und sorgten fr ein offenes Rennen in der Champions League. Wir haben eine Riesenserie hingelegt, darauf knnen wir stolz sein. Nur weil wir mal wieder ein Spiel verloren haben, werde ich jetzt nicht in die Kabine rennen und die Taschentcher rausholen. Wir werden unseren Weg gehen. Wir werden unsere Leistung richtig einschtzen", zeigte sich Torsten Frings direkt nach dem Schlusspfiff kmpferisch. Auch die anderen Werderaner rgerten sich zwar ber eine verdiente Niederlage, sehen aber keinen Grund, in Panik zu verfallen. Cheftrainer Thomas Schaaf analysierte gewohnt ruhig. "Wir sind nicht so naiv, dass wir glauben, jedes Spiel gewinnen zu knnen. Auch in den letzten Wochen haben wir immer betont, dass wir in der Meisterschaft mit starker Konkurrenz kmpfen." Diesen nchterne Realismus aus den Erfolgswochen bewahrte sich Werder auch am Freitagabend. Fr Geschftsfhrer Klaus Allofs hat sich die Aufgabenstellung in den kommenden Tagen nicht verndert. "Es gilt wie zuletzt auch, wachsam zu bleiben. Wir mussten in den letzten Wochen mit dem Lob leben und haben trotzdem unsere Leistungen kritisch analysiert. Jetzt werden wir genauso wachsam bleiben, um unser Spiel wieder zu verbessern." Der Blick bleibt dabei voll auf die eigene Arbeit gerichtet. Nicht einmal die Tatsache, dass der VfB Stuttgart am Sonntag die Tabellenfhrung bernehmen knnte, wird davon ablenken. "Ach ja, wir sind schon gern an erster Stelle, aber das ist jetzt gar nicht so entscheidend fr mich. Ich interessiere mich nur dafr, wann wir das nchste Spiel gewinnen. Denn wenn das nicht passiert, dann bist du sowieso schnell dort oben weg. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, wann dich jemand berholt", so der Geschftsfhrer. Auch die Kommentare der Konkurrenz werden die Grn-Weien nicht bei ihrer Arbeit stren. Klaus Allofs dazu: "Das ist doch egal, was geredet wird. Das gehrt sicher dazu, ist doch am Ende nur ein Hin und Her. Man muss doch nur diese Woche anschauen. Am Mittwoch waren wir die lachenden Dritten. Am Wochenende sind es vielleicht die Bayern und Stuttgart. Darauf darf man nicht so viel Wert legen." Der Werder-Blick soll nicht nach rechts und nach links abschweifen, sondern nach vorn gerichtet sein. Dort peilen die Grn-Weien trotz der Enttuschung schon wieder die nchste Siegesserie an. Torsten Frings deutlich: "Wir wissen doch, dass wir unsere gute Position zuletzt nicht geschenkt bekommen haben, sondern uns alles erarbeiten mussten. Daran mssen wir jetzt wieder anknpfen. Wir mssen Gas geben. Wenn wir wieder das leisten, zu was wir fhig sind, dann mssen wir vor keiner Mannschaft Angst haben." Christian Schulz hat sich bereits ganz konkrete Ziele gesteckt: "Unser Ziel wird es jetzt erst einmal sein, Weihnachtsmeister zu werden." Bis Mitte Dezember sollen also noch einige Punkte auf das Werder-Konto. Nicht ganz soweit voraus blickt Strmer Miroslav Klose, der erst einmal drei Punkte nchste Woche in Aachen einfordert. "Wir mssen uns auf das Spiel und unsere Leistung konzentrieren. In Aachen erwartet uns eine ganz schwere Partie." 12. Spieltag im berblick:
10.11. 20:30 Werder Bremen 1:3 Bor. Dortmund
Mark Andr Kruska
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