29.09.2006
Bremen will Serie gegen Gladbach fortsetzen
Bremen (ots) - Nach dem "Bonus" in der Champions League gegen den
FC Barcelona, so formulierte es Torsten Frings, geht es am Samstag,
30.09.2006, ab 15.30 Uhr für Werder Bremen in der Bundesliga weiter,
"dem wichtigsten Wettbewerb." Gegner der Grün-Weißen wird im
Weser-Stadion der derzeitige Tabellenfünfte, Borussia
Mönchengladbach, sein, für den es in der Vergangenheit an der Weser
wenig zu holen gab.
Das letzte Spiel gewannen sie in der Hansestadt
vor über 19 Jahren (21.03.1987). Dazwischen lagen 17 Duelle der
beiden Bundesligisten.
In die aktuelle Saison starteten die von Rückkehrer Jupp Heynckes
trainierten Gladbacher mit drei Siegen aus fünf Spielen ordentlich,
präsentierten sich aber wie in der vergangenen Spielzeit
auswärtsschwach. Beide Begegnungen in der Fremde gegen den 1. FC
Nürnberg (0:1) und Alemannia Aachen (2:4) gingen verloren. "Dabei
soll es auch bleiben", so Werder-Cheftrainer Thomas Schaaf trocken.
Um zu gewinnen, muss Werder "den Schwung aus dem
Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona mitnehmen", erklärte
Clemens Fritz. Thomas Schaafs Taktik lautet: "Wir müssen den Gegner
zu Fehlern zwingen sowie das Kombinieren und die Geschlossenheit
weiter in Gang bringen. Zusätzlich müssen wir im Torabschluss besser
abschneiden." Der Cheftrainer der Werderaner möchte, dass seine
Mannschaft den Gegner nicht zur Ruhe kommen lässt. Er weiß aber auch,
"dass es ein völlig anderes Spiel wird, als gegen den spanischen
Meister." Ähnlich sieht es Kapitän Frank Baumann: "Barcelona ist
abgehakt, jetzt zählt nur noch Gladbach." WM-Torschützenkönig
Miroslav Klose fordert: "Drei Punkte, egal wie." Sollten sie so
spielen, wie gegen die Katalanen, wird ihm bei diesem Ziel nicht
"Angst und Bange".
Gewinnen möchte auch die Borussia um den argentinischen Neuzugang
Federico Insúa: "Wenn wir in der oberen Tabellenregion bleiben
wollen, dann müssen wir unbedingt punkten", erklärte Sportdirektor
Peter Pander. Verzichten müssen die "Fohlen" bei diesem Vorhaben aber
auf ihren Torjäger Oliver Neuville. Den Nationalspieler plagen
Achillessehnenprobleme. Außerdem fehlen Trainer Jupp Heynckes Nando
Rafael (Leistenprobleme) und Filip Daems (Achillessehnenprobleme).
Doch auch die Werderaner haben Verletzungssorgen. So wird Schaaf mit
Sicherheit auf Tim Borowski (Innenbandverletzung im linken Knie) und
Patrick Owomoyela (Knöchelverletzung) verzichten müssen. Ob Per
Mertesacker spielen kann, ist noch nicht klar: "Die Ferse ist nach
dem Barcelona-Einsatz gereizt. Es ist aber im Bereich des Möglichen,
dass er spielt."
Torsten Frings
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