Handball-Junioren: EM-Finale gegen Schweden |
18.08.2006Handball-Junioren: EM-Finale gegen Schweden Dortmund (ots) - Schweden heit der Gegner der deutschen Junioren-Nationalmannschaft im Finale der Handball-Europameisterschaft in Innsbruck. Die Skandinavier hatten sich im zweiten Halbfinale berraschend klar mit 37:28 (18:13) gegen Serbien & Montenegro durchgesetzt. "In dieser Hhe und Form habe ich das nie fr mglich gehalten", meinte Martin Heuberger, der Trainer der DHB-Junioren. Sein Team hatte sich im ersten Semifinale dem Weltmeister aus Dnemark beherzt entgegengestemmt und ihn mit 29:26 (15:14) bezwungen. Nach dem Europameistertitel der Junioren vor zwei Jahren in Lettland greift das Trainer Duo Martin Heuberger und Wolfgang Sommerfeld nun zum zweiten Mal nach Gold. "Die Mannschaften von 2004 und heute sind grundverschieden - wie Feuer und Wasser. Das aktuelle Team hebt sich vor allem durch sein intaktes Mannschaftsgefge und seine tolle Moral ab", erlutert der erfolgreiche Trainer aus Schutterwald. Und Torhter Jens Vortmann wei: "Bei uns steht jeder fr den anderen ein. Das ist unser Erfolgsgeheimnis." Dreimal hatten die DHB-Youngster in diesem Turnier schon knapp vor dem Aus gestanden. In der Vorrunde lagen sie gegen Vize-Welt- und -Europameister Kroatien wenige Minuten vor Schluss mit fnf Toren hinten und erkmpften sich noch ein Unentschieden. Dann folgte das knappe 28:29 gegen Serbien & Montenegro, die erste Niederlage nach 23 Lnderspielen, und man vermochte aus eigener Kraft das Halbfinale nicht mehr zu erreichen. Und letztlich lag Serbien & Montenegro gegen Kroatien in der Halbzeit mit sieben Treffern zurck, um dann doch noch den fr Deutschland so wichtigen Sieg zu holen - die DHB-Sieben war unter den letzten Vier. "Das alles schweit das Team noch mehr zusammen", hat Martin Heuberger erkannt. "Jetzt stehen wir im Finale, und alles ist mglich." Zustimmung kommt auch von DHB-Cheftrainer Heiner Brand: "Es ist erstaunlich, wie die Mannschaft, die den meisten Gegnern individuell unterlegen ist, die Spiele durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit fr sich entscheidet." In der Tat kommt das Team ganz ohne Starspieler aus. Uwe Gensheimer, der schon sechs A-Lnderspiele bei Heiner Brand vorweisen darf, vermochte sich in den Tagen von Innsbruck nicht zum herausragenden Akteur seines Teams zu entfalten. "Das ist eine ganz natrliche Entwicklung in diesem Alter", macht Heiner Brand Mut. "Bei Uwe ging es im letzten Jahr nur steil nach oben. Irgendwann kommen da auch wieder Rckschlge." Und Martin Heuberger glaubt: "Uwe ist ein gerader, ehrlicher Typ. Wenn er dieses Tal durchschritten hat, wird er ein ganz Groer." Seinen Traum, bei einem bedeutenden, internationalen Turnier auf dem Podest zu stehen, hat sich Uwe Gensheimer schon erfllt. Jetzt folgt der Griff nach seinem ersten Titel. Und Titel braucht es, will man ein ganz Groer werden.
WM 2007
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