Hitzfeld: Italien wird Weltmeister |
08.07.2006Hitzfeld: Italien wird Weltmeister Basel (ots) - Ottmar Hitzfeld wird auch in der kommenden Saison keine neue Trainerttigkeit aufnehmen. Zwei Jahre nach seinem vorzeitigen Ausscheiden beim FC Bayern Mnchen hlt es der 57-Jhrige, der seither als Experte fr den Pay-TV-Sender Premiere arbeitet, auch nicht fr ausgeschlossen, gar nicht mehr ins Geschft zurckzukehren. Im Augenblick bin ich noch nicht so hungrig, sagte Hitzfeld der baz, und das ist das Schnste: Dass ich mir alles offen halten kann. Schaut man sich die Probleme der Franzosen in der Qualifikation und noch in der Gruppenphase an, dann ist es schon berraschend, dass sie den Weg in den Final gefunden haben. Eigenartig auch, weil Trainer Raymond Domenech nicht beliebt ist und keine Autoritt hat. Zidane hat nach dem Korea-Spiel den Mannschaftsrat mit Thuram, Vieira, Makelele, Henry und Sagnol zusammengetrommelt, man hat sich eingeschworen, taktische Fragen diskutiert und das Zepter bernommen. Das ist ein Unding. Domenech steht im Endspiel, aber die Mannschaft nicht hinter ihm. Das Erstaunlichste bei den Italienern ist, dass sie trotz des Skandals daheim so weit gekommen sind. Aber vielleicht sind sie gerade deshalb zu einer solidarischen Truppe geworden. Es sieht so aus, als ob sie fr die Dauer dieser WM der Tristesse entflohen sind - ohne zu wissen, wie es nach der WM weiter geht. Spieler von Juventus und Milan kommen jetzt auf den Markt - vielleicht als Weltmeister, wer weiss, ich glaube, dass sie im Finale 2:1 gewinnen werden. Marcelo Lippi hatte angekndigt, dass sie nicht schon der Gruppenphase in Hochform sein mssen und sich von Spiel zu Spiel steigern werden. Dieser Satz war bemerkenswert, und es zeigt sich die Erfahrung dieses Trainers, der weiss, welche Anforderung an ein Team gestellt sind, das sieben Spiele in vier Wochen unter extremen Witterungsbedingungen bestreiten will. Tatschlich haben sich die Italiener kontinierlich gesteigert - bis hin zum berragenden Halbfinal gegen ein Deutschland, das letztlich an seiner mangelnden Klasse gescheitert ist. Miroslav Klose hatte gegen die ganz Grossen nicht mehr das Durchsetzungsvermgen und ber die Aussen kam zu wenig. Das ndert jedoch nichts daran, dass sich die deutsche Mannschaft neuen Respekt verschafft hat, auch wenn sie nicht so offensiv gespielt haben, wie es dargestellt wurde. Jrgen Klinsmanns Verdienst war es aber, ein starkes Team aufgebaut hat, mit Joachim Lw, der frs Taktische zustndig ist, und Urs Siegenthaler, der mehr als ein Chefscout war. An den Fitnesstrainern allein hat es sich nicht gelegen. Austrainiert haben bei dieser WM alle gewirkt - ausser Brasilien.
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