Fifa-Chef Blatter nimmt Beckenbauer-Kritik auf |
01.06.2006Fifa-Chef Blatter nimmt Beckenbauer-Kritik auf Berlin (ots) - Die von Franz Beckenbauer angestoene Diskussion ber den zunehmenden Kommerz im Fuball beschftigt nun den Weltverband Fifa. "Es geht hier nicht um die Kommerzialisierung des Fuballs", sagte Fifa-Prsident Joseph Blatter dem "Tagesspiegel" (Freitag-Ausgabe). "Wichtig ist eine Partnerschaft zwischen Fuball, Wirtschaft und Fernsehen, die fr alle Seiten vorteilhaft ist." Beckenbauer hatte in einem Interview mit der Zeitung (Donnerstag-Ausgabe) eine Generalreform des Fuballgeschfts nach der Weltmeisterschaft gefordert. "Der Fuball braucht eine generelle Reinigung. Man sollte ber die Grenze des Geldverdienens reden", hatte Beckenbauer gesagt. Blatter, der derzeit in Mnchen den Fifa-Kongress vorbereitet, kndigte eine Selbstbeschrnkung nach der WM an: "Wir werden auf das Optimum setzen, nicht auf das Maximum." Auf Zustimmung in der Bundespolitik stie die Kritik Beckenbauers am Geschftsgebaren der Fifa. "Ich fhle mich in meinem Eindruck von den Strukturen und dem Kommerz der Fifa besttigt", sagte Peter Danckert (SPD), der Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag. "Die berinterpretation der Marketingrechte durch die Fifa hat nicht dazu beigetragen, dass die Stimmung in Deutschland vor der WM steigt." Stattdessen habe sich der Eindruck breit gemacht, der Weltverband sei bermchtig. Auch CDU-Sportpolitiker Klaus Riegert mahnte mehr Bescheidenheit an. "Die Marketingregeln der Fifa bringen einem schon zum Nachdenken", sagte Riegert dem Tagesspiegel. "Man hat schon das Gefhl, der Fuball bewegt sich inzwischen im Grenzbereich." Einigkeit ber Reformbedarf besteht in der Frage der Spielertransfers. "Beim Klubfuball haben wir einige Verste festgestellt", rgte Blatter. "Diese werden wir im Rahmen unserer Task Force untersuchen und behandeln." Die Task Force "For the good of game" will gegen Regelverste im Fuballgeschft vorgehen. Beckenbauer hatte beklagt, dass im Fuball zu viele die Hand aufhalten wrden. "Wenn man die Spielervermittler sieht, die die Spieler hin und her schieben, wenn man merkt, dass jeder die Hand aufhlt, dann macht mich das traurig", hatte Beckenbauer gesagt. Einige Manager und Trainer verdienten an Transfers, "sogar Prsidenten und Politiker, alle sind verwickelt". Quelle: Der Tagesspiegel
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