Bundesliga will Reform der Champions League |
04.05.2009
Bundesliga will Reform der Champions League
Berlin (ots) - Die Deutsche Fuball-Liga (DFL) hat grundstzliche Reformen der Champions League gefordert. "Die Uefa muss endlich sicherstellen, dass die Champions League wieder ein sportlicher Wettbewerb wird, in dem nur Klubs spielen, die sich das leisten knnen", sagte DFL-Geschftsfhrer Christian Seifert in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" (Montag-Ausgabe). "Derzeit pumpen sich Klubs unnatrlich mit finanziellen Mitteln auf, die nicht aus dem Kerngeschft Fuball kommen", sagte Seifert. Es sei sehr schwer fr deutsche Vereine, angesichts des "zulssigen Finanzdopings" die Champions League zu gewinnen, beklagte Seifert. "Beim Spiel Chelsea gegen Manchester spielen 700 Millionen Euro Schulden gegen 800 Millionen. Da bin ich froh und sogar ein wenig stolz, dass sich kein deutscher Klub an diesem Irrsinn beteiligt." Wenn beim Rudern ein Achter gegen einen Vierer antrete, stehe der Sieger auch vorher fest. Indirekt sprach sich Seifert auch gegen Mehrheitsinvestoren bei Bundesliga-Vereinen aus. "Ohne Filter und ohne Kontrolle soll kein Investor einen Bundesligisten bernehmen." Natrlich wolle die Bundesliga neues Kapital anlocken, soweit es eine serise sei. Seifert ergnzte jedoch: "Ich bin dagegen, dass sich ein weggeputschter thailndischer Premierminister einen Verein zulegt, den er bei nchster Gelegenheit weiterverkauft. Oder dass irgendein Finanzhai seine Schulden auf einen bis dahin gesunden Bundesligisten bertrgt." Die Kritik an der Bundesliga wegen des neuen Spielplans wies Seifert zurck. "Die Diskussionen ber die Anstozeiten sind Scheingefechte." Nur eine gesunde Spitze garantiere eine funktionierende Basis. "Wenn es der Bundesliga nicht gut geht, geht es dem DFB auch nicht lange gut." Zuletzt hatten Amateurvereine gegen den neuen Bundesliga-Spielplan protestiert, der auch ein Spiel am Sonntag ab 15.30 Uhr vorsieht. Quelle: Der Tagesspiegel
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