Hannover 96 zur 50 +1-Regelung |
22.10.2008Hannover 96 zur 50 +1-Regelung Hannover (ots) - Hannover 96 ist berrascht ber die Mitteilung, nach der es der Vorstand des Ligaverbandes ablehne, eine nderung der so genannten 50 +1-Regelung den Gesellschaftern zu empfehlen. Hannover 96 wurde in Person von Herrn Martin Kind durch den Prsidenten des Ligaverbandes, Herrn Dr. Reinhard Rauball, am Donnerstag hierber telefonisch kurz und stichwortartig informiert. Die insoweit von der DFL verbreitete Presseerklrung wurde mit Hannover 96 nicht abgestimmt. Hannover 96 bemht sich bereits seit Herbst 2006 darum, mit dem Ligaverband und der DFL in intensiven Gesprchen und einer umfangreichen Korrespondenz eine zeitgeme und interessengerechte Lsung der 50 + 1-Problematik im Konsens zu erreichen. Diese Bemhungen mssen jetzt als gescheitert angesehen werden. In diesem Zusammenhang hat Hannover 96 mehrere nderungen der bestehenden Regelungen ausgearbeitet und detaillierte Vorschlge bis zu Formulierungen im Wortlaut einer potenziellen Neuregelung unterbreitet, die einerseits den wirtschaftlichen Notwendigkeiten, zwingenden unternehmerischen Bedrfnissen und den Vorschriften des Handelsrechts Rechnung tragen, andererseits aber auch die Verwurzelung des deutschen Profifuballs im Vereinsleben der Traditionsvereine sowie die berechtigten berlegungen zu der Begrenzung der Beteiligungsmglichkeiten bercksichtigen, die ursprnglich der jetzigen Regelung zugrunde lagen. Hannover 96 wurde seit Herbst 2006 durch die DFL und den Ligaverband signalisiert, dass eine zufriedenstellende, alle berechtigten Interessen bercksichtigende Lsung im Konsens angestrebt wird. Zuletzt war fr sptestens Mitte August 2008 die Vorlage eines von der DFL in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens angekndigt worden, welches sich mit den zugrunde liegenden rechtlichen Problemstellungen und den zum erheblichen Teil gemeinsam ausgearbeiteten Vorschlgen auseinandersetzen sollte. Hannover 96 wurde angekndigt, dieses Gutachten unmittelbar nach Vorlage von der DFL zur Verfgung gestellt zu erhalten. Dies ist bis heute nicht geschehen. ber die Grnde hierfr erhielt Hannover 96 keine Mitteilungen durch die DFL. Die DFL und Hannover 96 hatten zuletzt rechtliche und wirtschaftliche Konzepte fr eine einverstndliche Modifizierung der 50 +1-Regelung weitgehend gemeinsam ausgearbeitet und entwickelt. Hannover 96 hlt selbstverstndlich und uneingeschrnkt daran fest, dass die 50 + 1-Regelung in der jetzigen strikten Form eine rechtswidrige Einschrnkung der handelsrechtlichen Gestaltungsrechte von Hannover 96 darstellt. Hannover 96 sieht sich den Gesellschaftern, der Stadt und dem Wirtschaftsraum Hannover gegenber verpflichtet, die sportlichen und wirtschaftlichen Potenziale des Clubs in der Wirtschaftsregion auszuschpfen, um mittelfristig eine entwicklungs- und konkurrenzfhige Mannschaft im nationalen und internationalen Wettbewerb der Fuballvereine aufbieten zu knnen. Die mglichen weiteren Investoren bei Hannover 96 sind Brger der Region Hannover. Hannover 96 ist es von besonderer Bedeutung herauszustellen, dass die von Hannover 96 in Abstimmung mit der DFL und dem Vorstand des Ligaverbandes unterbreiteten Vorschlge eine absolute Akzeptanz der grundstzlichen Motive der Beschrnkungen der Einflussnahme durch Investoren vorsahen und sich diese Vorschlge deshalb als Fortentwicklung und Modernisierung der ursprnglichen Fassung darstellen. Fr Hannover 96 ist der verantwortungsvolle Umgang mit dem zur Verfgung stehenden Gesellschaftsanteil eine Selbstverstndlichkeit. Hierzu gehrt die Zusammenarbeit ausschlielich mit ausgesuchten potenziellen Investoren, ebenso wie die Bercksichtigung der berechtigten traditionellen Werte des deutschen Fuballsports. Mit der Hannover 96 am Donnerstag telefonisch mitgeteilten Entscheidung des Ligavorstandes hat der Ligaverband die bisherigen beidseitigen Bemhungen um eine Lsung im Konsens beendet. Sollte diese Entscheidung durch den Ligaverband besttigt werden, wird Hannover 96 ohne Zeitverlust eine gerichtliche Klrung der bestehenden 50 + 1-Regelung und den damit verbundenen, ansonsten nicht bekannten Beschrnkungen der Wirtschaftsordnung vornehmen lassen. Quelle: Hannover 96
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