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TV-Rechte: "Das ist einfach dreist"
29.07.2008
Fuball News TV-Rechte: "Das ist einfach dreist"

Berlin (ots) - Jrgen Doetz, Prsident des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), sieht die deutschen Privatsender durch die Entscheidung des Bundeskartellamtes ber die Vermarktung der Bundesliga-TV-Rechte im Vergleich mit der ARD-"Sportschau" schwer benachteiligt.

"Das ist einfach dreist und eine Missachtung des privaten Rundfunks", sagte Doetz im Interview mit dem "Tagesspiegel" (Mittwochsausgabe). Das duale Rundfunksystem sei beim Bundeskartellamt ganz offenkundig nur sehr rudimentr verankert, "da ist selbst das Bundesverfassungsgericht schon erheblich weiter". Doetz: "Richtig ist, dass die Position des Kartellamts nur der ARD zuspielt." Akzeptieren wrde die Privatfunk-Lobby jede Entscheidung der Bonner Behrde, die einen fairen, chancengerechten Wettbewerb zwischen privaten und ffentlich-rechtlichen Sendern ermglichen wrde. Der VPRT-Chef lie offen, ob sein Verband gegen das Kartellamt klagen wird. "Klagen knnen Sie nur gegen eine justitiable Entscheidung - nicht gegen eine dringliche Empfehlung." Hinter dem Vermarkter Sirius, dem Vermarktungspartner der DFL, steckt der Medienunternehmer Leo Kirch. Doetz stellte im Tagesspiegel-Interview klar, dass Leo Kirch mit keiner seiner Firmen Mitglied des VPRT ist. Auf die Frage, ob Kirch aus dem Vertrag mit der DFL aussteigen werde, sagte Doetz: "Ich kenne keinen Unternehmer, der an einem Vertrag festhlt, dem offenkundig die Grundlagen entzogen werden sollen - es sei denn, man will es juristisch durchkmpfen." Doetz hat ber den Konzern ProSiebenSat 1 jahrelang fr Kirch gearbeitet.

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