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Allofs zweifelt an Umsetzung der "6+5-Regelung"
05.06.2008
Fuballnews Allofs zweifelt an Umsetzung der "6+5-Regelung"

Bremen (ots) - Werders Geschftsfhrer Klaus Allofs hat Zweifel, ob sich die vom Fuball-Weltverband FIFA angestrebte "6+5-Regelung" durchsetzen lsst.

Mit dieser Regelung, die frhestens in drei Jahren greifen soll, wrde festgelegt werden, dass sechs von elf Spielern einer Vereinsmannschaft auf dem Platz fr das Nationalteam des jeweiligen Herkunftslands des Klubs spielberechtigt sein mssen. Im groen WERDER.DE-Sommer-Interview kurz vor der Europameisterschaft sagte Allofs dazu: "Ich bin fr die Strkung deutscher Spieler, aber es muss Bestandteil einer eigenen Philosophie sein. Bei Werder hatten wir in den letzten Jahren auch ohne entsprechende Vorgaben einen sehr groen Anteil deutscher Spieler. Ich verfolge die von der FIFA angestrebten Regelungen mit einem gewissen Zweifel, ob sie sich durchsetzen lassen, weil sie einfach gegen bestehendes europisches Recht verstoen. Das wre dann nicht der richtige Weg."

Darber hinaus sieht der EM-Teilnehmer von 1980 und 1984 Probleme bei der praktischen Umsetzung der 6+5-Regelung. "Auerdem darf man auch an der Praxisnhe zweifeln. Man muss sich nur unser Verletzungspech im letzten Jahr anschauen. Was passiert, wenn pltzlich zu viele deutsche Spieler ausfallen? Muss man dann die Schwchung des Teams hinnehmen oder gibt es dafr wieder Sonderregelungen? Ich glaube einfach, man sollte andere Anreize zur Frderung deutscher Spieler setzen, als durch Beschrnkungen irgendetwas erreichen zu wollen", sagte Allofs. Obendrein verstt die beim FIFA-Kongress in Sydney beschlossene Regelung derzeit auch gegen geltendes europisches Recht.

Im groen WERDER.DE-Sommer-Interview kurz vor der Europameisterschaft spricht Allofs zudem ber die Transferpolitik der Grn-Weien in diesem Sommer. Im zweiten Teil des Gesprchs, das ab Freitagmorgen bei WERDER.DE verffentlicht wird, nimmt der 51-Jhrige einen ganz persnlichen EM-Check aller Werder-Profis vor, benennt seinen Top-Kandidaten auf den Titel des EM-Torschtzenknigs und uert sich zu den paradiesischen Bedingungen der Nationalmannschaft bei der EURO.

Werder Bremen




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