1860: 1:0-Testspielsieg gegen CD Teneriffa |
17.01.20081860: 1:0-Testspielsieg gegen CD Teneriffa Mnchen (ots) - Der Start ins Jahr 2008 ist gelungen. Im dritten Anlauf nach 2006 und 2007 konnten die Lwen erstmals im Rahmen ihres Traininslagers auf der kanarischen Insel gegen CD Teneriffa gewinnen. Den Siegtreffer markierte Jos Holebas kurz nach seiner Einwechslung in der 70. Minute. Bei dem Testspiel gegen den spanischen Zweitligisten Club Deportivo Teneriffa musste Trainer Marco Kurz auf die nicht mitgereisten Antonio Di Salvo (Reha nach Syndesmosebandriss) und Berkant Gktan (Reha nach Bandscheiben-OP) verzichten. Ebenso fehlten Mate Ghvinianidze (Aufbautraining nach Auenmeniskusschaden) und Markus Schroth (Aufbautraining nach Sehnentzndung) sowie als dritter Torhter Andreas Rssl. Die Lwen begannen gegen den Tabellenachten der Secunda Division druckvoll und erspielten sich bereits nach einer Minute die erste Chance. Daniel Bierofka hatte sich auf Linksauen durchgesetzt, zog nach innen, doch der Ball versprang ihm etwas, sodass sein Zehn-Meter-Schuss weit neben dem Tor der Spanier landete (2.). In der 5. Minute die erste Mglichkeit fr die Gastgeber. Im Anschluss an eine Ecke kam Jos Antonio Culebras an den Ball, doch der Verteidiger setzte den Drehschuss aus sieben Metern ber das Tor von Michael Hofmann (5.). Auch die nchste gefhrliche Situation spielte sich vor dem Lwen-Keeper ab. Cristo Marrero zog aus 17 Metern ab, das Leder ging aber einen Meter ber die Querlatte des 1860-Kastens (11.). Damit waren die Offensivaktionen von Teneriffa in den ersten 45 Minuten beendet. Das Team von Marco Kurz stand fortan kompakt in der Defensive, spielte sehr diszipliniert und lie den Spaniern keinen Platz zur Entfaltung. Gleichzeitig verstrkten die Lwen ihre Offensivaktionen. In der 13. Minute setzte Kapitn Danny Schwarz Josh Wolff mit einem Lupfer in Szene, jedoch versprang dem US-Amerikaner beim Stoppversuch in aussichtsreicher Position der Ball. Die grte Chance der 1. Halbzeit besaen die Sechziger zwei Minuten spter. Nach einem Doppelpass zwischen Mustafa Kucukovic und Wolff steuerte der US-Nationalspieler auf CD-Torhter Ral Navas zu, schob den Ball am Keeper, aber auch am langen Pfosten vorbei (15.). In der 27. Minute lag das Leder dann im Netz des Club Deportivo, jedoch erkannte Schiedsrichter Cesar Rodriguez Santos den Treffer nicht an, nachdem sein Assistent wegen angeblicher Abseitsposition die Fahne gehoben hatte. Wolff hatte den Ball in die Schnittstelle der Verteidigung gespielt, Bierofka nahm ihn mit, passte quer nach innen, wo Kucukovic nur noch einschieben brauchte. Der 21-Jhrige jedenfalls stand beim Treffer nicht im Abseits, allenfalls Bierofka beim Zuspiel von Wolff! In der 39. und 40. besaen die Lwen nochmals eine Doppelchance. Erst war es Bierofka, der diesmal ber die rechte Seite Richtung Tor zog, aber anstatt selbst zu schieen passte er in die Mitte. Navas hatte dies geahnt und konnte den Ball abfangen. In der nchsten Szene spielten die Spanier auf Abseits. Sven Bender bediente mit einem Zuckerpass seinen Zwillingsbruder Lars, der erstmals bei den Profis auf der Zehner-Position agierte. Der 18-Jhrige spitzelte das Leder an Keeper Navas vorbei, doch es trudelte neben den Pfosten ins Tor-Aus. Damit war die letzte Mglichkeit zur Fhrung vor der Pause vertan. Die Mnchner machten in der 2. Halbzeit dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehrt hatten. Aus spitzem Winkel scheiterte Kucukovic mit einem Volleyschuss aus zehn Metern an Torhter Navas, der das Leder gerade noch ber die Latte lenken konnte (46.). In der 56. Minute konnten die Zuschauer eine fast lehrbuchmige Direktkombinationsstafette der Lwen bestaunen. Ausgehend von Bierofka kam der Ball zu Kucukovic, der legte auf Sven Bender ab, dieser passte von der Grundlinie wieder zurck auf den mitgelaufenen Bierofka, der vom Elfmeterpunkt aus das Leder knapp am CD-Tor vorbei schob. In der 70. Minute dann endlich der lngst verdiente Treffer fr die Gste. Kucukovic hatte steil auf den kurz zuvor eingewechselten Jos Holebas gepasst, der behielt aus zwlf Metern die Nerven, versenkte das Leder flach zum 1:0. Fnf Minuten spter hatten die Spanier nach mehr als einer Stunde wieder eine Offensivaktion, als der eingewechselte Christo Martin mit linken Fu vom Torraumeck abzog, aber Hofmann geschickt den Winkel verkrzte und den Ball parierte (75.). In der 82. Minute verpasste Timo Gebhart das 2:0. Kucukovic hatte den 18-Jhrigen mit einem schnen Pass frei gespielt, doch sein Rechtsschuss konnte Navas abwehren. In der vorletzten Spielminute wre den Spaniern beinahe doch noch der alles andere als verdiente Ausgleich gelungen. Nach einem indirekt ausgefhrten Freistoss aus 20 Metern Torentfernung kam Antonio Longs zum Schuss, 1860-Keeper Hofmann musste sich strecken, bekam aber das Leder vor der Torlinie zu fassen. Somit konnten die Lwen ihren ersten Sieg gegen den Club Deportivo bejubeln und starteten mit einem Erfolgserlebnis ins Jahr 2008. Stimmen zum Spiel Geschftsfhrer Stefan Reuter lobte das tolle Auftreten der Mannschaft. "Wir haben uns viele Torchancen herausgespielt, griffig und schnell kombiniert. Der Sieg war absolut verdient." Trainer Marco Kurz zeigte sich berrascht ber gute Form seines Teams. "Die Mannschaft hat genau das umgesetzt, was wir ihr vorgegeben haben. Sie ist eine hohes Tempo gegangen und hat im Kollektiv berzeugt." Herausheben wollte der 38-Jhrige keinen, wenngleich er Lars Bender attestierte: "Er hat gut in der Zehner-Rolle gespielt." Dagegen sei die Auswechslung von Kapitn Danny Schwarz, der ber leichte muskulre Probleme geklagt hatte, eine reine Vorsichtsmanahme gewesen. "Da gehe ich berhaupt kein Risiko", sagte er, "unser Kader ist gro genug." Am Sonntag gegen Viertligist UD Ibarra (Ansto 17 Uhr MEZ), lie Kurz wissen, will er allen gesunden Spielern Einsatzzeit geben. Chhunly Pagenburg, der sein Debt im Lwentrikot feierte und 25 Minuten spielte, war mit seiner Leistung zufrieden. "Ich bin froh, dass ich mal wieder zum Einsatz kam. Fr den Anfang war das ganz okay." Der Torschtze Jos Holebas glaubt, dass der Knoten bei ihm jetzt endgltig geplatzt sei. Den Treffer legte ihm sein Zimmerkollege "Mucki" Kucukovic, mit dem er sich prchtig auf und neben dem Platz versteht, auf. "Die Situation, die zum Tor fhrte, haben wir im Training einstudiert und oft gebt", lie der 23-Jhrige wissen.
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