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Sebastian Deisler bricht sein Schweigen
30.09.2007
Fuball-News Foto (c) borussiafotos.de Sebastian Deisler bricht sein Schweigent

Berlin (ots) - Sebastian Deisler hat acht Monate nach seinem Karriereende sein Schweigen gebrochen. Im Interview mit dem "Tagesspiegel am Sonntag" spricht er erstmals ber die Grnde, aus dem Fuballgeschft auszusteigen.

"Es geht im Fuball sehr viel um Status, um Titel, um Ego, um Macht", sagte Deisler. "Das Geschft hat zu schnell Besitz ergriffen von mir. Ich habe nie die Zeit gehabt zum Wachsen, nie die Zeit, erwachsen zu werden, ich hatte nicht mal die Zeit, Fehler zu machen." Der 27 Jahre alte Deisler hatte bei Borussia Mnchengladbach, Hertha BSC und Bayern Mnchen gespielt. Er war oft verletzt und musste sich wegen Depressionen behandeln lassen. Im Januar 2007 beendete er seine Karriere.

In dem Interview redet Deisler sehr persnlich ber seinen Entschluss, den Sport aufzugeben. "Ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass ich so, wie alles gelaufen ist, nicht geschaffen war fr dieses Geschft. Am Ende war ich leer, ich war alt, ich war mde. Ich bin so weit gelaufen, wie mich meine Beine getragen haben, mehr ging nicht." Deisler berichtet im "Tagesspiegel am Sonntag" auch von seinen Versuchen, sich anzupassen an das Geschft. "Ich habe so lange gekmpft gegen mich, ich habe Krieg gefhrt gegen mich, bis ich es nicht mehr ausgehalten habe. Deswegen habe ich einen Schlussstrich gezogen." Er habe sich lange Zeit darum bemht, den Schein zu wahren. "Ich trug eine Maske, innerlich habe ich dagegen rebelliert." Es habe auch Phasen gegeben, in denen er versucht habe, sich ber uerlichkeiten zu definieren. Deisler: "Aber ich kam mir so lcherlich vor. In Berlin habe ich in meiner Wohnung gesessen, ich war bekannt in ganz Deutschland, ich war oben angekommen, und vor der Tr stand ein Mercedes. Aber das alles hat mich nicht glcklich gemacht. Ich habe mich gefragt, war's das jetzt? Ich war todunglcklich." Beim FC Bayern habe er versucht, in die Mitte des Spiels kommen, "um einen neuen Geist hereinzubringen, mehr Freude am Spiel, mehr miteinander und nicht dieses Egobetonte".

Deisler sagte, man stumpfe ab im Fuballgeschft. "Ich kann das aber nicht. Ich lebe als Fuballer und Mensch von meiner Intuition, von meinem Gefhl." Er sei kein Mitlufertyp, sagte Deisler. "Aber ich bin auch kein Effenberg. Ich habe lange versucht, im Fuball zu berleben, wollte hart und khl sein. Aber so bin ich nicht. Ich habe mich selbst verletzt. Ich htte frher versuchen sollen, mich zu ffnen. Aber ich hatte Angst davor."

Quelle: "Der Tagesspiegel

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