18.10.2004
BVB: Niebaum tritt zurück
Was Sport-finden.de bereits am 10. Oktober berichtete, trat nun ein. Gerd Niebaum wird ab
14. November nicht mehr Präsident von Borussia Dortmund sein. Die Skandale der letzten Wochen verursachten
seinen Rücktritt.
Seit 1996 regierte Niebaum beim BVB. Doch diese Aera hat nach den großen Erfolgen vergangener
Tage (u.a. Champions-League-Sieg) nun ein bitteres Ende gefunden.
Unter seiner Präsidentschaft wurde Borussia Dortmund zum ersten börsennotierten Club in der
Bundesligageschichte. Das große Geld aus dem Börsengang führte schließlich unter seiner Leitung auch
zum Größenwahn.
Was Niebaum dem Verein nun hinterläßt, ist der größte Schuldenberg der Vereinsgeschichte. Der
derzeitige Schuldenstand beläuft sich auf über 118 Millionen Euro.
Die Nachfolge Niebaums soll Reinhard Rauball übernehmen, der schon in früheren Jahren Präsident des
Vereines war.
Gerd Niebaum wird dennoch weiterhin bei Borussia Dortmund tätig sein. Er wird
seinen Vertrag als Geschäftsführer der Kommanditgesellschaft auf Aktien an der Seite
von Manager Michael Meier bis 2006 erfüllen.
Zum Eklat kam es diese Woche, als Niebaum die Existenz eines Papieres zunächst leugnete, in dem
er dem BVB-Hauptaktionär Florian Homm seinen Rücktritt bis spätestens 2006 zusicherte. Doch im
weiteren Verlauf stellte sich diese Abmachung als wahr heraus.
Durch diese Lüge blieb Niebaum keine andere Möglichkeit mehr, gestern auf der außerordentlichen
Aufsichtsratssitzung seinen Hut zu nehmen.
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