29.09.2004
Makaay, Makaay, Makaay!
Wie die Überschrift besagt, es war der Galaabend des Roy Makaay. Die ersten drei Tore beim 4:0-Sieg
des FC Bayern München gegen Ajax Amsterdam gingen alle auf das Konto des Holländers.
Dieser Mann ist ein Phänomen, der beste Einkauf im Angriff, den die Bayern je getätigt haben. Das
Torwunder hat eine eingebaute Garantie zum Treffen. Wie er das macht, ist allen ein Rätsel, aber
er macht es halt einfach immer wieder.
Doch wir wollen diesmal nicht nur das Torphantom, sondern die gesamte Bayernmannschaft loben.
Es ist endlich der sprichwörtliche Knoten geplatzt. Endlich bot das Team den von Felix Magath
gewünschten Offensivfußball.
Von Beginn an agierte die Bayernmannschaft und wartete nicht nur ab. Die Niederländer wurden eindrucksvoll
unter Druck gesetzt. Auch Makaays Sturmpartner Pizarro kommt so langsamm immer besser in Schwung.
Nach seiner langen Kopfverletzung (Schädelbruch) bot auch er eine überzeugende Leistung und harmonierte
mit Makaay sehr gut.
Nach 28 Minuten war es endlich das erste Mal so weit. Hargreaves spielte einen Zuckerpass über das
halbe Spielfeld direkt auf den Holländer. Makaay zog ab und schoss phantatisch aus 20 m unhaltbar
für Lobont in den Winkel. Das war von beiden weltklasse. Selbst der sonst eher nüchtern und ernst wirkende
Magath erklärte diesen Treffer nach Spielende mit breitem Grinsen.
Kurz vor der Pause war es Ze Roberto, der maßgenau einen Freistoß auf des Holländers Kopf zirkelte.
Manch anderer Stürmer hätte Probleme bekommen, den Ball im Tor unterzubringen. Doch Makaay hat einfach
den Instinkt. Was er macht, hat Kopf und Fuß. Wieder unhaltbar für den niederländischen Keeper
erzielte er das 2:0.
Wer nun dachte, die Bayern würden nach der Pause einen Gang zurückschalten, der irrte. Es ging weiter
mit herrlichem Offensivfußball. Und so etwas wird bekanntlich belohnt.
Nur ein paar Minuten nach Wiederanpfiff rannte Pizarro frei auf Lobont zu. Dieser zog an seinem
Trikot. Der Bayern-Angreifer nutzte die Gelegenheit zum Fallen. Um es klar zu sagen, es war keine
Schwalbe, aber sozusagen unterstützendes Fallen, halt ein geschickt erspielter Elfmeter.
Und wer sollte da wohl zur Vollstreckung antreten ? Die Frage beantwortete sich von selbst. Nur
ein Mann hat die Torgarantie im Schuh. Roy Makaay verwandelte auch den Strafstoß zum 3:0 (52.) eiskalt.
Für den Holländer war es heute eine Genugtuung, so gut gegen ein Team seines Heimatlandes zu spielen,
da er in der Nationalmannschaft völlig unverständlich nur zweite Wahl ist.
Die schönste Kombination des Spieles führte schließlich zum 4:0. Doch diesmal war es ausnahmsweise
nicht Makaay, der traf. Pizarro spielte auf Kuffour, dieser weiter auf den Niederländer. Der hatte diesmal ein
Erbarmen und gab sich mit einem Assist zufrieden.
Er spielte den Ball auf Ze Roberto, welcher ebenfalls eiskalt vollstreckte. Ab dem 4:0 schaltete der FC Bayern einen
halben Gang zurück, was in Anbetracht des bevorstehenden Spieles gegen Meister Werder Bremen verständlich war.
Es bliebt letztendlich beim hochverdienten 4:0-Erfolg. Das war die bisher beste Saisonleistung des Rekordmeisters.
Passend zum Oktoberfest herrscht nun in München wieder Glückseeligkeit.
Spielstatistik:
Bayern München: Kahn - Kuffour, Lucio, T. Linke, Salihamidzic - Hargreaves, Frings - Ballack, Zé Roberto - Pizarro, Makaay - Trainer: Magath
Ajax Amsterdam: Lobont - de Jong, Heitinga, Grygera - Obodai, Galasek, Sneijder, Maxwell - van der Vaart - Rosales, Sonck - Trainer: Koeman
Tore: 1:0 Makaay (28., Rechtsschuss, Vorarbeit Hargreaves), 2:0 Makaay (44., Zé Roberto), 3:0 Makaay (52., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Pizarro), 4:0 Zé Roberto (55., Linksschuss, Makaay)
Eingewechselt: 59. Deisler für Pizarro, 80. Hashemian für Frings, 80. Jeremies für Hargreaves - 53. Mitea für Galasek, 63. Escudé für Heitinga, 70. De Ridder für Rosales
Schiedsrichter: Sars
Zuschauer: 50.000
Gelbe Karten: Salihamidzic, Ballack - Obodai, Sneijder
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