13.09.2004
FCB: Hashemian in der Zwickmühle
Was hat das noch mit Sport zu tun ? Bayernstürmer Hashemian drohen seitens seines
Heimatlandes Iran juristische Sanktionen, wenn er mit seinem Verein in der
Champions-League bei Makkabi Tel-Aviv antritt.
Seit 25 Jahren ist es iranischen Sportlern verboten, gegen Israelis anzutreten.
Zuletzt verweigerte ein israelischer Judoka bei den Olympischen Spielen einen Kampf
gegen einen Gegner aus Israel.
Doch Hashemian hatte angekündigt, nun trotz dieses Verbotes mit dem FC Bayern nach Tel-Aviv
zu reisen. Zu den politischen Spannungen, die zwischen beiden Staaten bestehen, wollte
er keine Stellung nehmen.
Sollte Hashemian im Champions-League-Spiel tatsächlich antreten, wäre er der erste
moslemische Iraner , der seit 1979 nach Israel reist.
Und für den FC Bayern wäre sein Einsatz am Mittwoch auch sehr wichtig, da Santa Cruz wegen
einer Knieverletzung lange ausfällt und Pizarro nach seiner Schädelfraktur auch noch nicht
100prozentig fit ist.
Doch offenbar will man sich nun beim FC Bayern auch günstig aus der Affäre ziehen. Gegen
Bielefeld hat sich Hashemian ebenfalls ein leichtes Wehwehchen zugezogen. Nun ist es gut
möglich, ihn offiziell verletzungsbedingt in München zu lassen, um so weitere Spannungen zu
vermeiden.
Sollte das sich am Mittwoch bestätigen und Hashemian tatsächlich die Reise nicht antreten, kann man nur sagen:
Armer Sport!
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