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Bundesliga 3. Spieltag: Stimmen zu den Spielen

30.08.2004
3. Spieltag: Stimmen zu den Spielen

Der 3. Spieltag ist vorbei. Es gab groe berrschaungen, allen voran die 1:4-Niederlage der Bayern. Doch wie sahen Trainer, Spieler und Verantwortliche die Partien. Hier einige Stimmen:

Klaus Augenthaler (Bayer Leverkusen): "Die Mannschaft hat heute Fuball gespielt so wie ich es gerne sehe. Das mssen wir in den nchsten Spielen aber auch besttigen. Mit unseren beiden Strmern bin ich nicht nur zufrieden, weil sie jeweils zwei Tore geschossen, sondern weil sie auch sehr gut nach hinten gearbeitet haben."

Felix Magath (Bayern Mnchen): "Wir waren nicht in der Lage, dagegen zu halten. Trotzdem sehe ich gute Anstze. Das Spiel war mit den schnellen Toren zu Beginn der zweiten Halbzeit gelaufen, dann hat meine Mannschaft aufgegeben. Man muss sagen, dass Bayer Leverkusen eine hervorragende Leistung gezeigt hat."

Holger Fach (Borussia M'gladbach): "Ich bin nicht zufrieden. Wir sind in den ersten 25 Minuten nicht gut in die Partie gestartet und hatten groe Probleme im Spiel nach vorne. In der zweiten Halbzeit haben wir dann eine gute Leistung gezeigt, das Spiel bestimmt und durch Neuville das 1:1 gemacht. Unterm Strich haben wir jetzt zumindest zwei Mal auswrts nicht verloren."

Jrgen Klopp (FSV Mainz 05): "Ich bin vor allen Dingen mit der Art und Weise zufrieden, mit der meine Mannschaft heute aufgespielt hat. Wir haben 87 Minuten sehr aggressiv gespielt, haben mutig aufgespielt und uns von dem groen Stadion nicht beeinflussen lassen. Der Punkt war das Mindeste, was wir heute verdient haben. Die Mannschaft erkennt gerade wie stark sie ist. Je nach dem wie wir uns verhalten, werden wir das mit dem Klassenerhalt hinbekommen."

Jupp Heynckes (FC Schalke 04): "Wir haben engagiert begonnen, meine Mannschaft war spiel- und lauffreudig, htte aber klarere Torchancen herausspielen mssen. Ich bewerte den Einsatz und die Moral trotz der Niederlage positiv, wir haben auch in Unterzahl 90 Minuten auf ein Tor gespielt. Die Konter der Rostocker haben uns kalt erwischt."

Matthias Sammer (VfB Stuttgart): "Wir haben ein sehr kurioses Spiel gesehen. Wir wollten von Anfang an sehr ballsicher agieren, den Gegner laufen lassen. Wir haben im ersten Teil der ersten Hlfte aber zu wenig Abschlsse aus dieser berlegenheit geschafft. Kaiserslautern hat gekmpft und ist zurck ins Spiel gekommen. Was meine Mannschaft dann geleistet hat, zeugt fr gute Moral und Fitness. Letzten Endes haben wir den Platz glcklich als Sieger verlassen."

Michael Ballack: "Vier Gegentore sind eine Menge. Wir sind sehr enttuscht, weil wir uns hier viel vorgenommen haben. Leverkusen hat heute hervorragend gespielt. Den Platz, den sie zum Spielen brauchten, haben wir ihnen gegeben. Leverkusen hat vorne weltklasse gespielt, aber trotzdem drfen wir uns nicht so vorfhren lassen. Es fehlt bei uns noch die Spritzigkeit, der letzte Biss in den Zweikmpfen. Die Mannschaft ist fit, kann volles Tempo gehen. Das haben wir heute auch gesehen, wir sind berhaupt nicht abgefallen. Wir sind nur nicht konzentriert genug, ich wei auch nicht. Es ist noch Anfang der Saison, aber wir mssen uns schleunigst was berlegen. Sonst ist der Zug nach vorne schon am Anfang abgefahren. Wir haben jetzt 14 Tage Zeit, da mssen wir uns Gedanken machen."

Ewald Lienen: Es war natrlich sehr glcklich, in der letzten Minute den Ausgleich zu erzielen, aber aus meiner Sicht ist das Remis nicht unverdient. In der ersten halben Stunde haben wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht und hatten zwei hundertprozentige Torchancen. Durch eine Unachtsamkeit im Spielaufbau kam dann Rosicky an den Ball und erzielte die Dortmunder Fhrung. Bis auf diese eine Chance haben wir aber kaum Mglichkeiten zugelassen. Das restliche Spiel ber haben wir dann versucht die gefhrlichen Dortmunder Konter zu vermeiden und die Spielordnung aufrecht zu erhalten. Ich denke, dass wir das ganz gut gemacht haben und sind am Ende dafr belohnt worden sind. Bei der Chance von Jan Koller in der zweiten Halbzeit wre unsere Taktik fast schiefgegangen. Genau das gleiche wie der Borussia heute ist uns beim Bundesligaauftakt in Leverkusen passiert, wo wir ein Remis verdient gehabt htten, dann aber noch in letzter Sekunde verloren haben. Daher kann ich nun nachvollziehen, wie enttuscht die Dortmunder jetzt sind. Doch wir sind natrlich sehr glcklich endlich mit diesem Punkt belohnt worden zu sein.

Bert van Marwijk (BVB): Wenn man in der letzten Sekunde der Nachspielzeit noch ein Gegentor bekommt, dann verdient man es auch nicht zu gewinnen. Wir haben heute gegen einen gut organisierten Gegner gespielt. Hannover hat die Rume sehr eng gemacht, so dass man fuballerisch unheimlich diszipliniert agieren musste, um keinen Konter zu bekommen. In der ersten Halbzeit hatten wir neben dem Tor von Rosicky noch eine zweite groe Torchance, als Ewerthon ber den Ball getreten ist. Wir sind dann immer besser ins Spiel gekommen und haben das Spiel zu grtenteils bestimmt. Wir htten in der 2. Hlfte einfach das 2:0 erzielen mssen. In den letzten Spielminuten mussten wir dann einfach nur noch verteidigen und die Blle hinten rausschieen. So ein Gegentor darf niemals passieren, es ist fr mich einfach unglaublich. Das Ergebnis ist sehr bitter, denn ich habe das Gefhl, dass wir auf einem guten Weg sind.

Michael Meier (BVB): Wenn man in der 90. Minute ein Gegentor kassiert, ist es immer vermeidbar. In der zweiten Halbzeit hat es sich bereits abgezeichnet, dass so etwas passieren knnte. Wir haben uns einfach zu weit in die eigene Hlfte zurckdrngen lassen und nicht gengend gegengehalten. Doch wir mssen dieser Mannschaft Zeit geben. Damals unter Ottmar Hitzfeld hat es auch sehr lange gedauert, bis die Mannschaft das erste Spiel gewonnen hat. Daran sollte man sich erinnern und unsere Anlaufschwierigkeiten respektieren.

Michael Zorc (BVB): Es ist natrlich immer tragisch, wenn man in der Nachspielzeit den Ausgleich bekommt. Wir haben insgesamt aber einfach nicht gut genug gespielt, um dieses Spiel zu gewinnen. In der Defensive haben wir gut gestanden, aber nicht schnell genug von defensiv auf offensiv umgeschaltet. Wir haben uns daher relativ wenig Torchancen erspielt. Wenn Jan Koller in der 82.Minute das 2:0 macht, dann gewinnen wir dieses Spiel. Jan Koller war insofern die tragische Figur des Spiels, weil er erst diese groartige Torchance hatte und dann beim Gegentor nicht bei seinem Gegenspieler Per Mertesacker war. Fr meine Begriffe sind heute einfach zu viele Spieler unter ihren Mglichkeiten geblieben. Mit einem Sieg wre man einen Punkt hinter dem Tabellenfhrer gewesen und so trauert man jetzt zwei Heimspielen nach, die man nicht gewonnen hat. Ein Punkt aus zwei Heimspielen ist einfach zu wenig.

Guillaume Warmuz(BVB): Die Hereingabe, die zum Ausgleich fhrte, konnte ich nicht abfangen, der Ball kam einfach zu hoch in den Strafraum. Aus meiner Sicht, darf der Hannoveraner niemals so frei zum Kopfball kommen. In einer solchen Situation darf man sich nicht allein auf den Torhter verlassen, sondern muss die Situation konzentriert bereinigen - dann hat man das Spiel gewonnen. Wir hatten zehn Minuten vor Schluss die Chance, das Spiel zu entscheiden, aber wir haben sie ausgelassen. Danach haben wir nur noch mit angezogener Handbremse gespielt. Als Heim-Mannschaft sollte man anders auftreten, wir htten das Spiel kontrollieren mssen.

Tomas Rosicky (BVB): Es ist bereits das zweite Mal hintereinander, dass wir ein Tor nach einem Eckball kassiert haben. Das darf nicht passieren. Aber eigentlich htten wir schon vorher alles klar machen mssen, doch das ist uns nicht gelungen. Um so unglcklicher der Ausgleich in letzter Minute, denn durch einen Sieg htten wir oben mitspielen knnen. Aber das ist immer noch machbar. Wir haben jetzt zwei sehr interessante Spiele gegen Bochum und Bayern, die mssen wir beide gewinnen. Ich glaube, dass es leichter ist, gegen diese Teams zu spielen als gegen Hannover. 96 ist hier sehr stark aufgetreten und hat es uns sehr schwer gemacht. Trotzdem htten wir gewinnen mssen.

Christian Wrns (BVB): Wie gegen Wolfsburg htten wir auch heute das 2:0 machen knnen, aber die Chancen vergibt ja niemand mit Absicht, insofern gibt es auch keine Schuldzuweisung. Bei Standardsituationen muss man Krperkontakt zum Gegner halten, dann kann man eine solche Situation wie die, die zum Ausgleich fhrte, vermeiden. Zum Schluss haben wir sehr unruhig agiert. Aus meiner Sicht war das dadurch bedingt, dass wir nicht vorzeitig die Fhrung ausgebaut haben. Hannover hat noch einmal alles, inklusive Keeper Enke, nach vorne geworfen und dann fngt die Defensive an zu schwimmen. Das halte ich fr normal. Wir mssen in Zukunft sehen, dass wir den Sack frher zumachen.

Frank Baumann (Werder Bremen): "Die Wolfsburger standen zwar gut hinten drin. Wir mussten viel Geduld bewahren. Aber solche Spiele mssen wir schon seit der letzten Rckrunde bestreiten. In der Vorsaison haben wir bewiesen, dass man auch unter solchen Voraussetzungen besser spielen kann. Wir haben damals viel weniger Fehler gemacht. Wir mssen uns besser bewegen, um mehr Freirume zu bekommen."

Thomas Schaaf (Werder Remen): "Natrlich mssen wir auch unsere neuen Spieler weiter integrieren. Natrlich konnten wir durch diese Vorbereitung ohne die Nationalspieler nicht mit der Feinabstimmung in die Saison gehen wie im letzten Jahr. Aber das wussten wir vorher, und dann muss man das mit noch mehr Arbeit im Spiel ausgleichen. Wir mssen uns heute den Vorwurf gefallen lassen, nicht zu jedem Zeitpunkt alles gegeben zu haben."

Klaus Allofs (Werder Bremen): "Das war keine gute Leistung und das mangelnde Zusammenspiel war dafr nicht die Ursache. Heute hat uns mehr gefehlt. Wir haben zum Beispiel unsere Mglichkeiten im Spiel nach vorn nicht genutzt. Man hatte das Gefhl, dass jeder Ball erst angenommen und sicher nach hinten gespielt wurde."

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