23.08.2004
DFB-Pokal: Stimmen zur 1. Runde
Es gab ein paar Überraschungen in der 1. DFB-Pokalrunde. Der HSV und Gladbach blamierten sich.
Der VFL Wolfsburg kannte das Regelwerk nicht. So mußten die 3 Bundesligisten gegen Amateure
ausscheiden. Doch wie sahen Trainer, Spieler und Verantwortliche die Spiele ? Hier einige Stimmen:
Klaus Toppmöller (Hamburger SV): "Wir haben sehr gut begonnen und das Spiel kontrolliert.
Wir sind verdient in Führung gegangen. Der Elfmeter und der Platzverweis waren
spielentscheidend. Wir haben in der zweiten Halbzeit nochmal alles gegeben, aber
zum Schluss verdient verloren."
Bert von Marwijk (Borussia Dortmund): "Wir waren von Anfang an vor Lübeck gewarnt
worden. Mit dem Spiel meiner Mannschaft war ich überhaupt nicht zufrieden, wir haben
vor allen Dingen in der ersten Halbzeit eine schnellere Entscheidung gegen tapfer
kämpfende Lübecker verpasst."
Mario Basler (Jahn Regensburg): "Ich kann nur sagen, dass ich stolz bin auf meine
Truppe. Was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, war eine Sensation, wenn wir
da mit 1:0 oder 2:0 führen, kann sich keiner beschweren. So aber ist es gekommen, wie
es kommen musste. Nach der Halbzeit ist der Druck der Bremer so groß geworden, dass wir
nicht mehr hinten rausgekommen sind. Aber wer nach diesem Spiel den Kopf hängen lässt,
der wird am Dienstag nicht spielen."
Jupp Heynckes (Schalke 04): "Es war für mich nicht einfach, die Mannschaft auf das Spiel
einzustellen, weil wir am Dienstag ein ganz wichtiges Spiel haben mit dem Endspiel
im UI-Cup. Trotzdem hat mein Team von Anfang an konzentriert und motiviert gespielt.
In der zweiten Halbzeit wurde es nochmal schwierig für uns, weil Hertha sehr viel Druck
gemacht hat. Auf Grund der starken ersten Halbzeit meiner Mannschaft geht der Sieg in
Ordnung."
Juri Schlünz (Hansa Rostock): "In der ersten Runde kann man sich als Bundesligist nur
blamieren. Diese Blamage haben wir vermieden. Chancen waren beiderseits gegeben, das Spiel
frühzeitig zu entscheiden. Rostock hat Hoffenheim ernst genommen, und ich bin froh, dass
wir weitergekommen sind. Ich habe Hoffenheim zweimal in Punktspielen gesehen und wusste
um die Schwere der Aufgabe."
Klaus Augenthaler (Bayer Leverkusen): "Wir wollten eine Runde weiterkommen, das haben wir
geschafft. Aber über das Wie müssen wir noch reden. Nach dem 1:0 haben wir kein Fußball
mehr gespielt. Die Laufbereitschaft ließ nach und Mainz hat mit Leidenschaft gekämpft.
Zum Schluss bekommen wir noch eine Rote Karte nach einer eigenen Ecke, das darf nicht
passieren."
Felix Magath (Bayern München): "Für mich war es ein schöner Nachmittag. Insgesamt gesehen,
war es ein ordentliches Spiel. Wir haben das Tempo gehalten und haben nichts anbrennen
lassen. In den ersten 20 Minuten hatten wir ein wenig Anlaufprobleme. Nach dem 1:0 war
der Knoten geplatzt. Die zweite Halbzeit war zwar mehr für die Galerie, aber das geht
schon in Ordnung. Besonders zufrieden bin ich natürlich mit Roque Santa Cruz. Es war
wichtig für ihn, dass er wieder getroffen hat. Hashemian dafür ist nicht ins Spiel gekommen
und hat sehr unglücklich agiert. Aber er soll sich keine grauen Haare wachsen lassen,
solche Tage gibt es. Rau war ein Aktivposten und hat sich für Leverkusen empfohlen. "
Roque Santa Cruz (Bayern München): "Das war für uns ein Pflichtsieg. Es gibt Phasen als
Stürmer, in denen du einfach nicht triffst. Aber da muss man ruhig bleiben. Und wenn man
erst mal wieder trifft, wird es auch gleich besser. Gegen Hamburg habe ich schon gut
gespielt und hatte zwei gute Torchancen. Heute hat es vier Mal geklappt, darüber bin ich
natürlich glücklich."
Holger Fach (Gladbach): "Wir haben uns fußballerisch sehr, sehr schwach angestellt. So kann
man eine Mannschaft wie die Bayern-Amateure nicht bezwingen."
Hermann Gerland (Bayern Amateure): "Wenn man die Chancen sieht, die wir in der regulären
Spielzeit hatten, dann war es ein verdienter Sieg. Die Jungs haben viel gearbeitet. Sie
haben die zweite Runde auch verdient. Auch wenn wir verloren hätten, hätte die Mannschaft
eine ordentliche Leistung gebracht."
Pablo Thiam (Wolfsburg): "Das war natürlich eine emotionale Partie für mich. Köln ist
einfach meine Stadt, ich bin hier groß geworden und habe hier noch viele Freunde und
Bekannte - und das wird auch immer so bleiben "
Peter Pander (Wolfsburg): " Ich bin im Laufe des Spiels darüber informiert worden. Es tut mir sehr leid
für Mannschaft und Trainer, uns ist hier ein Fehler unterlaufen, den ich auf meine Kappe nehmen muss."
Thomas Brdaric (Wolfsburg): "Das ist natürlich ein schwerer Schock, aber ich bin jetzt
einfach noch zu kaputt, um das zu realisieren. Ich konzentriere mich auf das nächste
Bundesliga-Spiel"
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