17.08.2004
Sepp Maier verteidigt Kahn und bekommt Klinsi-Schelte
Es brodelt schon in der Nationalmannschaft, bevor überhaupt das erste Länderspiel unter Neu-Bundestrainer
Jürgen Klinsmann stattgefunden hat. Gestern erst entmachtete der Schwabe Torwarttitan Oliver Kahn. Nun legt
er sich auch schon mit dem Bundestorwarttrainer an.
Sepp Maier hatte den Trainer-Neuling kritisiert, weil er kein Verständnis für dessen Torwartrotation hat. Es müsse
feststehen, wer die Nummer 1 sei. So etwas würde die Keeper nur verunsichern. Doch die Kritik nahm Klinsmann so nicht hin.
Er erteilte dem Torwarttrainer über seinen Manager einen Rüffel. "Sepp hat Aussagen getätigt, die so nicht gehen.
Ein Torwarttrainer muß Neutralität bewahren. Das hat ihm Jürgen in aller Deutlichkeit gesagt. Die Meinung von
Sepp Maier ist wichtig, aber nicht entscheidend für Jürgen Klinsmann", äußerte sich Bierhoff zu der Angelegenheit.
Von kooperativem Führungsstil scheint Neuling Klinsmann nicht gerade viel zu verstehen. Er verscherzt es sich schon
durch gravierende Fehler zu Beginn seiner Karriere bei für ihn wichtigen Personen. Wie soll unter solchen Bedingungen
eine weitere Zusammenarbeit mit Maier fruchtbar sein ?
Die Vorstellungen sind schon jetzt erkennbar so verschieden, dass in absehbarer Zeit der Dampfkessel zu explodieren droht.
Die eigentliche Frage ist nun nicht mehr, wie Deutschland nun das erste Match unter Klinsi besteht, sondern vielmehr
wie lange einige Schlüsselfiguren eine Zusammenarbeit mit ihm durchhalten.
Klinsmann hat das erste Spiel schon verloren, obwohl es noch gar nicht begonnen hat.
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