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Wolfsburg gegen Heidenheim: Wind fehlt, Arnold ist verwarnt – wer hat den längeren Atem?

Der VfL Wolfsburg will zu Hause nachlegen, doch die Personalsituation bleibt knifflig: Mit Jonas Wind fehlt weiterhin eine feste Größe im Angriff, dazu steht Maximilian Arnold bei vier Gelben Karten unter Druck. Heidenheim reist mit eigenen Ausfällen an, könnte aber mit zwei Stürmern im Zentrum genau die Art Spiel aufzwingen, die Wolfsburg nicht immer mag.

VfL Wolfsburg gegen 1. FC Heidenheim Vorbericht

Wolfsburgs Trainer Bauer hat nach dem St.-Pauli-Spiel Rotation angedeutet – und das ist nicht nur eine Floskel. Hinten wirkt die erwartete Viererkette mit Kumbedi, Jenz, Koulierakis und Zehnter zwar stabil, aber davor muss der VfL immer wieder neu mischen. Svanberg fällt wegen Infekt aus, ist also höchstens eine Wackelkandidaten-Option. Wind (Oberschenkel-OP), Maehle (Schulter-OP), Rogerio (Knie-OP) und B. Dardai (Kreuzbandriss) fehlen ohnehin – das sind Ausfälle, die sich in Rhythmus und Automatismen bemerkbar machen.

Wolfsburg: Kreativzone als Schlüssel – aber wer setzt die Nadelstiche?

Die voraussichtliche Startelf liest sich offensiv spannend: Eriksen, Majer und Wimmer hinter Amoura – das klingt nach Ballbesitz, nach Pässen in die Schnittstellen und nach Situationen, in denen Heidenheim zu Laufarbeit gezwungen wird. Gleichzeitig ist es eine Besetzung, die funktionieren muss, weil klassische „Brechstangen“-Optionen fehlen. Wenn Wolfsburg nicht früh zu klaren Abschlüssen kommt, wird es schnell zu einem Spiel, in dem jede zweite Flanke zu viel und jeder Konter zu gefährlich ist.

Ein zusätzlicher Faktor: Arnold steht bei vier Gelben Karten. Er ist nicht nur Kapitän, sondern auch der Taktgeber in Umschaltmomenten. Gerade gegen Heidenheim, die körperlich in Zweikämpfe gehen, kann diese Gelb-Gefahr Einfluss auf die Aggressivität im Mittelfeld haben.

Heidenheim: klare Abläufe, harte Zweikämpfe – und vielleicht zwei Stürmer

Frank Schmidt dürfte in Wolfsburg auf Stabilität setzen: Ramaj im Tor, davor Busch, Mainka, Gimber und Föhrenbach. Im Zentrum soll Niehues absichern, während Dorsch die Verbindungen nach vorne herstellen muss. Spannend wird die Frage, wie Heidenheim die Wolfsburger Kreativzone anläuft: Beck und Ibrahimovic sollen nicht nur mit dem Ball etwas liefern, sondern vor allem Räume schließen.

Vorne deutet vieles auf eine zentrale Doppelspitze hin: Kaufmann und Pieringer. Genau das kann Wolfsburg wehtun, weil Heidenheim damit früh Druck auf den Spielaufbau erzeugt, zweite Bälle sammelt und Standards provoziert. Und Heidenheim weiß: Es muss nicht hübsch sein – es muss nur unbequem werden.

Ausfälle bei Heidenheim: Neuzugänge noch nicht reif für die Reise

Die Winterverpflichtungen Hennes Behrens und Christian Conteh dürften laut Ausblick noch nicht bereit sein, dazu fehlen Pacarada (Reha nach Kreuzbandriss) und Zivzivadze (Trainingsrückstand nach Knie-Problemen). Heidenheim kommt also nicht mit frischem Schwung aus dem Transferfenster, sondern mit dem bewährten Kern – und genau dieser Kern steht für Disziplin und klare Abläufe.

So kann das Spiel kippen

Wenn Wolfsburg früh in Führung geht, kann es ein kontrolliertes Heimspiel werden: Ballzirkulation, geduldiges Anlaufen, Nadelstiche über Majer und Wimmer. Bleibt es aber lange offen, wird Heidenheim stärker – weil jeder Standard, jeder zweite Ball und jede hektische Wolfsburger Aktion dann nach „Heidenheim-Spiel“ riecht. Die Partie hat also eine klare Trennlinie: Wolfsburg braucht Tempo und Präzision, Heidenheim braucht Geduld und Zweikampfhärte.

17.01.2026, 10:16 – Redaktion Sport-Finden.de




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