Pejcinovic trifft dreifach – Freiburg dreht ein wildes Spiel in Wolfsburg
Die Partie begann furios – und sie sollte bis zum Abpfiff nicht an Tempo verlieren. Freiburg erwischte den besseren Start und ging früh in Führung: Nach einem schnellen Angriff über die linke Seite setzte Philipp Treu den Ball sehenswert in den Winkel. Wolfsburg wirkte kurz geschockt, fing sich aber schnell.
Angeführt vom auffälligen Patrick Wimmer kämpften sich die Hausherren zurück ins Spiel. Dzenan Pejcinovic erzielte nach energischem Ballgewinn den Ausgleich und brachte den VfL spürbar zurück. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten – Freiburg traf Aluminium, Wolfsburg ließ Umschaltmomente liegen.
Nach der Pause nahm das Spiel endgültig Fahrt auf. Ein schwerer Fehler von Freiburgs Torhüter Atubolu ermöglichte Pejcinovic seinen zweiten Treffer, wenig später schnürte der Stürmer nach einem langen Ball sogar den Dreierpack. Wolfsburg schien beim Stand von 3:2 auf dem Weg zum Heimsieg.
Doch Freiburg blieb bemerkenswert stabil. Erst verwandelte Vincenzo Grifo einen Foulelfmeter zum 3:3, dann kippte das Spiel endgültig: Nach einem unübersichtlichen Abpraller landete der Ball unglücklich vom Körper eines Wolfsburgers im eigenen Tor. Nur wenige Minuten später nutzte Derry Scherhant eine Lücke im Strafraum und traf mit einem wuchtigen Abschluss unter die Latte zum 4:3 für die Gäste.
In der Schlussphase warf Wolfsburg noch einmal alles nach vorne, fand gegen tief stehende Breisgauer aber keinen Weg mehr durch. Freiburg verteidigte leidenschaftlich und brachte den spektakulären Auswärtssieg über die Zeit.
Unterm Strich bleibt für den VfL eine bittere Erkenntnis: Drei Tore eines Spielers reichen nicht, wenn die Defensive in entscheidenden Momenten die Kontrolle verliert. Freiburg hingegen belohnt sich für Moral, Effizienz – und einen starken Schlussspurt.
20.12.2025, Redaktion Sport-Finden.de