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WM-Boykott gefordert: Jürgen Hardt bringt Absage der WM 2026 ins Spiel

CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt schließt einen Boykott der WM 2026 nicht aus. Unsere Redaktion hält den Vorstoß für hochproblematisch – und warnt vor den Folgen für Fans und Sport.

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Der politische Streit um Grönland hat nun auch den Fußball erreicht. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, schließt einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 als mögliches Druckmittel nicht aus. Das Turnier findet überwiegend in den USA statt.

Hardt bezeichnete einen WM-Boykott als „Ultima Ratio“, um US-Präsident Donald Trump in der Grönlandfrage zur Vernunft zu bringen. Trump hatte zuletzt wiederholt Ansprüche auf die Insel erhoben und dabei auch militärische Optionen nicht ausdrücklich ausgeschlossen.

Ein solcher Schritt hätte jedoch massive Konsequenzen für den deutschen Fußball. Ein Fernbleiben von der WM wäre mit Sanktionen durch den Weltverband FIFA verbunden. Zudem erwartet die FIFA von der WM 2026 Einnahmen in Höhe von rund neun Milliarden Euro – Gelder, von denen auch Nationalverbände wie der DFB maßgeblich profitieren.

Unsere Meinung: Fußballfans dürfen nicht zum Faustpfand werden

Unsere Redaktion hält den Boykott-Vorstoß für den falschen Weg. Fußballfans, Spieler und Verbände sollen hier für einen politischen Konflikt in Haftung genommen werden, auf den sie keinen Einfluss haben. Wer eine WM absagt, trifft nicht Regierungen oder Präsidenten – sondern Millionen Fans, die den Sport als Ausgleich, Leidenschaft und verbindendes Element erleben.

Schon vor der WM 2022 in Katar gab es Boykottforderungen aus politischen und moralischen Gründen. Am Ende nahmen dennoch alle qualifizierten Teams teil. Zurück blieb vor allem eines: der Eindruck, dass der Fußball immer dann herhalten muss, wenn Politik ein Zeichen setzen will, ohne selbst echte Konsequenzen zu tragen.

Politische Konflikte müssen politisch gelöst werden. Der Fußball darf nicht erneut zum Druckmittel werden, wenn diplomatische Instrumente versagen. Wer Fans und Sportler in solche Machtspiele hineinzieht, riskiert Vertrauen – und beschädigt genau das, was der Fußball für viele Menschen bedeutet.

16.01.2026, 10:44 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de




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