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Werder Bremen trennt sich von Horst Steffen nach zehn sieglosen Spielen

Werder Bremen hat Konsequenzen gezogen und Trainer Horst Steffen freigestellt. Die Norddeutschen reagieren damit auf eine Serie von zehn Bundesliga-Spielen ohne Sieg und die wachsende Abstiegsgefahr.

Horst Steffen ist nicht mehr Trainer von Werder Bremen

Die Zeit von Horst Steffen bei Werder Bremen ist beendet. Einen Tag nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach gab der Klub bekannt, dass der 56-Jährige nicht mehr länger Cheftrainer der Grün-Weißen ist. Steffen hatte das Amt erst im Sommer übernommen, konnte den sportlichen Abwärtstrend jedoch nicht stoppen.

Seit Anfang November wartet Werder auf einen Sieg, insgesamt blieb die Mannschaft zehn Ligaspiele in Folge ohne Erfolg. In der Tabelle rutschten die Bremer dadurch gefährlich nah an die Abstiegsränge heran und liegen aktuell nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz.

Klub verliert den Glauben an den Turnaround

Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz erklärte die Entscheidung offen: Man habe nach intensiver Analyse und Gesprächen nicht mehr die Überzeugung gehabt, dass Steffen den notwendigen Turnaround gemeinsam mit der Mannschaft schaffen könne. Die Trennung sei schwer gefallen, aber angesichts der sportlichen Situation unausweichlich gewesen.

Als Interimslösung übernehmen zunächst Steffens bisherige Assistenten Raphael Duarte und Christian Groß die Verantwortung. Parallel dazu läuft die Suche nach einem neuen Cheftrainer. Der Klub betonte, man wolle sich dafür die nötige Zeit nehmen, um eine nachhaltige Lösung zu finden.

Abstiegsangst und wachsende Unruhe im Umfeld

Das Remis gegen Mönchengladbach hatte Werder am Samstag zwar vor dem direkten Absturz auf den Relegationsrang bewahrt, änderte jedoch nichts an der prekären Lage. Ohne den späten Ausgleichstreffer wäre der Druck noch einmal deutlich größer geworden.

Steffen, der zuvor lange erfolgreich bei der SV Elversberg gearbeitet hatte, scheiterte damit bei seiner ersten Station in der Bundesliga deutlich früher als erhofft. Doch die Verantwortung für die sportliche Misere wird im Umfeld nicht allein beim Trainer gesehen. Auch die sportliche Führung steht zunehmend in der Kritik – insbesondere wegen einer als unglücklich wahrgenommenen Transferpolitik.

Für Werder beginnt nun erneut eine Phase der Neuorientierung. Angesichts der Tabellensituation bleibt dem Klub kaum Zeit, um lange zu experimentieren.

01.02.2026, 16:37 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de




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