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Wenn Pascal Groß geht: Welche Folgen hätte sein Abschied für den BVB?

Wir haben bereits darüber berichtet, dass Pascal Groß offenbar vor einem Abschied aus Dortmund steht. Doch jenseits der Transfermeldung stellt sich die entscheidende Frage: Wie schwer würde ein Abgang den BVB sportlich tatsächlich treffen?

Pascal Groß im Trikot von Borussia Dortmund

Groß war selten Stammspieler – aber regelmäßig gefragt

Ein Blick auf die Zahlen zeigt ein differenziertes Bild. In der laufenden Saison kam Groß wettbewerbsübergreifend auf 16 Einsätze, stand dabei jedoch nur selten über die volle Spielzeit auf dem Platz. In der Bundesliga sammelte er rund 600 Einsatzminuten und bereitete ein Tor vor, hinzu kommen weitere Auftritte in internationalen Spielen.

Diese Statistik verdeutlicht: Groß war kein unumstrittener Stammspieler, aber auch kein reiner Ergänzungsakteur. Er gehörte zum festen Rotationskreis – vor allem in Spielen, in denen Struktur, Ruhe am Ball und saubere Entscheidungsfindung gefragt waren.

Was der BVB verlieren würde

Mit einem Abschied von Groß würde Dortmund vor allem Erfahrung und Spielintelligenz einbüßen. Der 34-Jährige bringt Qualitäten mit, die sich nicht immer in Toren oder Assists messen lassen: präzise Verlagerungen, gutes Positionsspiel und eine hohe Passsicherheit unter Druck.

Gerade in engen Partien oder Phasen, in denen der BVB das Spiel kontrollieren muss, war Groß eine Option, um Ordnung ins Mittelfeld zu bringen. Auch bei Standards gehörte er zu den verlässlicheren Ausführenden.

Warum der Abgang trotzdem verkraftbar wäre

Gleichzeitig zeigt seine Rolle unter Trainer Niko Kovac, dass Dortmund auch ohne Groß funktionieren kann. Andere Mittelfeldspieler tragen die Hauptlast, während Groß eher situativ eingesetzt wurde. Die Grundstruktur des Teams hängt nicht an ihm.

Ein Abgang würde die Hierarchie im Mittelfeld sogar vereinfachen und möglicherweise Raum für klarere Rollen schaffen. Zudem passt ein stärker athletisch ausgerichtetes Zentrum zu der Spielidee, die Dortmund zuletzt häufiger verfolgt hat.

Fazit: Kein Schlüsselverlust, aber eine spürbare Veränderung

Sollte Groß den BVB tatsächlich verlassen, wäre das kein sportliches Drama – aber auch kein belangloser Abgang. Dortmund verlöre einen erfahrenen Taktgeber für spezielle Spielphasen, nicht jedoch das Fundament seiner Mannschaft.

Entscheidend wird sein, ob der BVB die Balance im Mittelfeld anderweitig absichern kann. Gelingt das, dürfte ein Groß-Abschied eher als logischer Schritt denn als Schwächung in Erinnerung bleiben.

01.01.2026, 09:52 Uhr · Redaktion Sport-Finden.de



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