Wechsel-Irritation um Okpala: Paderborn und Waldhof widersprechen sich
Am späten Freitagabend nahm der Wechsel von Kennedy Okpala eine unerwartete Wendung. Der Zweitligist SC Paderborn hatte zuvor vermeldet, den 21-Jährigen verpflichtet zu haben. Demnach sollte der Angreifer umgehend mit der Mannschaft ins Trainingslager nach Belek reisen und einen langfristigen Vertrag unterschrieben haben.
Nur kurze Zeit später meldete sich jedoch Waldhof Mannheim zu Wort – und zeigte sich überrascht. Der Drittligist erklärte, man habe die Mitteilung aus Paderborn mit „Verwunderung“ zur Kenntnis genommen. Okpala sei weiterhin Spieler des Vereins.
Waldhof spricht von Vertragsbruch
Nach Darstellung der Mannheimer habe der Stürmer seinen laufenden Vertrag zum Jahresende gekündigt und sei nicht zum Training erschienen. Ein solches Verhalten werde nicht akzeptiert, hieß es in der Stellungnahme. Der Klub betonte ausdrücklich, dass Okpala weiterhin unter Vertrag stehe.
Paderborn hingegen zeigte sich überzeugt vom Transfer und sprach von einem bewussten Karriereschritt des Spielers. Entsprechend deutlich fiel auch die öffentliche Freude über die Verpflichtung aus.
Berater verweist auf Ausstiegsklausel
Für zusätzliche Brisanz sorgt die Einschätzung aus dem Spielerlager. Okpalas Berater erklärte, dass der Spieler von einer vertraglich fixierten Klausel Gebrauch gemacht habe. Diese ermögliche einen Wechsel, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt seien – was aus seiner Sicht geschehen sei.
Damit stehen nun zwei Versionen gegeneinander: Während Paderborn von einem vollzogenen Transfer ausgeht, sieht Waldhof Mannheim den Spieler weiterhin als Teil des eigenen Kaders.
Starker Hinrunden-Wert steigert Brisanz
Der Wirrwarr gewinnt auch sportlich an Bedeutung. Okpala hatte in der Hinrunde der 3. Liga mit sieben Toren und drei Vorlagen in 18 Einsätzen auf sich aufmerksam gemacht und sich damit in den Fokus höherklassiger Klubs gespielt.
Wie der Fall letztlich ausgeht, ist derzeit offen. Klar ist jedoch: Die Wechsel-Irritation um Kennedy Okpala dürfte die zuständigen Gremien noch beschäftigen.
03.01.2026, 09:33 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de