Geduld zahlt sich aus: VfB Stuttgart steht im Pokal-Halbfinale
Lange sah es im ausverkauften Holstein-Stadion nach einem zähen Pokalabend für den Favoriten aus. Holstein Kiel verteidigte mit viel Disziplin, lauerte auf Umschaltmomente und stellte den spielstarken VfB vor Probleme. Vor allem in der Anfangsphase entkam Stuttgart mehrfach nur knapp einem Rückstand.
Kiel erspielte sich im ersten Durchgang die klareren Gelegenheiten, ließ diese jedoch ungenutzt. Der VfB brauchte Zeit, um ins Spiel zu finden, erhöhte vor der Pause zwar den Druck, kam aber zunächst ebenfalls nicht zu zwingenden Abschlüssen.
Undav erlöst Stuttgart nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel verschob sich das Kräfteverhältnis spürbar. Stuttgart drängte Kiel zunehmend in die eigene Hälfte – und nutzte die erste echte Lücke. Nach einer Freistoßflanke legte Karazor quer, Undav setzte sich im Strafraum durch und stocherte den Ball zur Führung über die Linie.
Der Treffer wirkte wie ein Dosenöffner. Kiel musste nun mehr riskieren, fand aber kaum noch Zugriff. Der VfB kontrollierte das Geschehen, ließ kaum Konter zu und wartete geduldig auf weitere Räume.
Führich und Karazor sorgen für klare Verhältnisse
In der Schlussphase fiel die Entscheidung. Nach einem schnellen Umschaltmoment blieb Führich vor dem Tor eiskalt und schob zum 2:0 ein. Kiel war damit gebrochen. Kurz darauf setzte ausgerechnet der frühere Kieler Karazor den Schlusspunkt, als er nach einem Dribbling den Ball mit etwas Kuriosität, aber viel Willen zum 3:0 ins Tor beförderte.
Unterm Strich fiel der Sieg vielleicht deutlicher aus, als es der Spielverlauf lange vermuten ließ. Verdient war er dennoch: Stuttgart zeigte Geduld, Stabilität und am Ende die nötige Effizienz – und bleibt damit auf Titelkurs im Pokal.
05.02.2026, 06:57 – Redaktion Sport-Finden.de