Überraschung in Sinsheim: St. Pauli gewinnt 1:0 bei Hoffenheim – Vasilj hält alles
Hoffenheim begann schwungvoll und hatte schon in den ersten Minuten Möglichkeiten, das Spiel in die gewünschte Richtung zu schieben. Coufal legte früh volley quer auf Asllani, doch Vasilj parierte aus 14 Metern stark. Kurz darauf tauchte Kramaric nach einem schnellen Umschaltmoment frei vor dem Pauli-Keeper auf, der sogar wegrutschte – und trotzdem den Heber roch. Prömel setzte den Abpraller nach, wieder war Vasilj da. Es waren Szenen, die normalerweise ein Stadion anzünden – nur: Hoffenheim machte daraus keinen Treffer.
St. Pauli wächst rein – und trifft im perfekten Moment
St. Pauli versteckte sich nicht, blieb mutig und wurde mit zunehmender Spielzeit stabiler. Spätestens nach der Hoffenheimer Druckphase war zu spüren: Wenn 1899 das Tor nicht macht, bleibt das Ding offen. Und genau das nutzten die Hamburger kurz vor der Halbzeit eiskalt aus.
In der 45.+4 Minute fiel das Tor des Abends: Fujita behauptete im Mittelfeld den Ball, steckte auf Saliakas durch, der sofort an den zweiten Pfosten flankte. Dort lief Pereira Lage mit – und köpfte aus sechs Metern ins linke Eck zum 0:1. Ein sauberer Spielzug, ein Treffer mit maximaler Wirkung.
Hoffenheim rennt – Pauli verteidigt, Vasilj glänzt
Nach der Pause wurde es für Hoffenheim zum Geduldsspiel, das schnell zur Nervenfrage wurde. St. Pauli stand kompakt, schob konsequent, ließ die TSG oft in ungefährliche Zonen laufen. Hoffenheim hatte viel Ballbesitz, aber zu selten Tempo, Überraschung oder klare Abschlüsse. Wenn es mal gefährlich wurde, dann meist nach Standards – und genau dort hielt Vasilj den Sieg fest.
Die dickste Ausgleichschance: In der 80. Minute köpfte Kabak eine Freistoßflanke an die Latte. Und in der Nachspielzeit kam Asllani nach Coufal-Ecke aus fünf Metern zum Kopfball – Vasilj lenkte das Ding sensationell über die Latte. Das war der Moment, in dem du als St. Pauli-Fan weißt: Heute passiert hier nichts mehr.
Am Ende steht ein 0:1, das wie ein Statement wirkt: St. Pauli holt in Sinsheim den zweiten Auswärtssieg, weil sie nach dem Führungstreffer keine Hektik zuließen und Hoffenheim kaum in echte Abschlussqualität kamen. Für die TSG ist es dagegen eine dieser bitteren Niederlagen, bei denen du dir in der Kabine nur eine Frage stellst: Warum machen wir in der guten Phase nicht das 1:0?
28.02.2026, 19:04 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de