Hoffenheim – Union 3:1: Kramaric-Doppelpack und Eigentor stoppen Berlins Anrennen
Union Berlin hatte sich in Hoffenheim viel vorgenommen – und stand dennoch nach 47 Minuten vor einem Berg, der kaum noch zu erklimmen schien. Die Berliner hielten zunächst lange gut dagegen, ließen wenig zu und hatten sogar die Chance zur frühen Führung. Am Ende blieb davon nur die Erkenntnis, dass eine schwache Phase vor und nach der Pause gereicht hat, um wieder ohne Sieg aus dem Jahr 2026 herauszugehen.
Union verpasst das frühe Tor, Kramaric nutzt den Dosenöffner
Die Partie begann mit einem frühen Warnsignal: Hoffenheim spielte sich einmal ungenau hinten heraus, Union presste aggressiv, Rani Khedira kam aus spitzem Winkel zum Abschluss – Oliver Baumann rettete. Es war genau die Sorte Szene, die Union in so einem Auswärtsspiel braucht. Stattdessen beruhigte sich das Geschehen, Hoffenheim tastete sich nach vorne, ohne sofort klar durchzukommen.
Der Knackpunkt kam kurz vor der Pause. Nach einem Zweikampf im Strafraum ging Asllani zu Boden, der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter – Kramaric verwandelte lässig zum 1:0. Und Hoffenheim legte sofort nach: Nur wenige Minuten später landete eine Touré-Flanke bei Kramaric, der per Kopf zum 2:0 traf. Aus einem Spiel, das lange nach Geduld und kleinen Details aussah, wurde plötzlich ein klarer Vorsprung.
Eigentor direkt nach Wiederbeginn – Union braucht lange, um zurückzukommen
Union wollte nach der Pause reagieren, bekam aber direkt den nächsten Schlag. Touré zog mit Tempo an, brachte den Ball scharf vors Tor – Diogo Leite fälschte unglücklich ins eigene Netz ab. 3:0, und Hoffenheim hatte das Spiel scheinbar endgültig unter Kontrolle.
Doch die TSG ließ danach etwas nach, Union stellte um, brachte frische Kräfte und gewann Meter. Die Berliner kamen zu Chancen, Schäfer scheiterte im Eins-gegen-eins an Baumann, und nach VAR-Prüfung durfte Union schließlich jubeln: Khediras Abschluss wurde entscheidend abgefälscht, Baumann war geschlagen – 3:1, plötzlich war wieder Spannung da.
Schlussphase mit Druck – aber Hoffenheim bringt es durch
Union drückte in den letzten Minuten auf den Anschluss, suchte Abschlüsse, Standards, zweite Bälle. Hoffenheim verteidigte das zunehmend mit vereinten Kräften, blockte Schüsse weg und fand in den entscheidenden Momenten Entlastung. Die wohl letzte Szene gehörte Bebou, dessen Schuss Rönnow parierte – danach war Schluss.
Hoffenheim gewinnt damit zum fünften Mal in Folge und bestätigt die aktuelle Wucht, mit der die Mannschaft Spiele entscheiden kann. Union dagegen wartet weiter auf den ersten Sieg im Jahr 2026 – und wird sich ärgern, wie schnell eine eigentlich stabile Auswärtsleistung in wenigen Minuten komplett kippen kann.
31.01.2026, 17:39 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de