St. Pauli – Frankfurt 0:0: Kiezklub näher am Sieg, doch Aluminium rettet die Eintracht
Am Millerntor entwickelte sich von Beginn an eine intensive, aber zunächst wenig klare Partie. Eintracht Frankfurt hatte mehr Ballbesitz, fand gegen die kompakte Ordnung der Gastgeber jedoch kaum Wege in gefährliche Räume. St. Pauli verteidigte aggressiv und setzte immer wieder auf schnelle Umschaltmomente.
Die erste nennenswerte Szene gehörte dennoch den Hamburgern. Nach einer Ecke entstand im Strafraum ein wildes Durcheinander: Tomoya Ando verlängerte den Ball spektakulär mit dem Hinterkopf, Pereira Lage kam aus kurzer Distanz zum Abschluss – doch der Ball klatschte nur an den linken Pfosten. Frankfurt hatte Glück, nicht früh in Rückstand zu geraten.
St. Pauli mit Aluminiumpech
Die Partie blieb auch danach körperbetont und von vielen Zweikämpfen geprägt. Frankfurt kontrollierte zwar häufig den Ball, kam jedoch selten in Abschlusspositionen. St. Pauli wirkte dagegen zielstrebiger, wenn sich Räume ergaben.
Kurz vor der Pause folgte die zweite große Gelegenheit der Gastgeber. Sinani zog nach einem Doppelpass mit Pereira Lage aus der Distanz ab – erneut rettete das Aluminium für die Eintracht, diesmal der rechte Pfosten. Trotz der statistischen Ballbesitzvorteile der Gäste gehörte die erste Hälfte damit klar eher den Kiezkickern.
Nach der Pause kaum Tempo
Der zweite Durchgang verlor deutlich an Dynamik. Frankfurt blieb zwar die Mannschaft mit den längeren Ballbesitzphasen, doch im letzten Drittel fehlte weiterhin die Präzision. St. Pauli zog sich etwas weiter zurück und konzentrierte sich darauf, die Räume eng zu halten.
Die gefährlichste Szene der Eintracht entstand kurz nach Wiederbeginn, als Bahoya nach einem Steilpass aus kurzer Distanz abschloss. Torhüter Vasilj konnte den Ball jedoch parieren, ehe ein Verteidiger klärte. Danach entwickelte sich eine lange Phase mit viel Mittelfeldarbeit und wenigen klaren Abschlüssen.
Schlussphase ohne Entscheidung
Auch in der Schlussphase gelang es keiner Mannschaft, das Spiel entscheidend zu öffnen. Frankfurt versuchte es immer wieder über Flanken oder Distanzversuche, doch die Hamburger Defensive blieb aufmerksam. Auf der anderen Seite fehlte St. Pauli in den letzten Angriffen häufig die Genauigkeit beim finalen Pass.
So blieb es bis zum Abpfiff bei einer intensiven, aber chancenarmen Begegnung. Während Frankfurt mit dem Punkt leben kann, dürfte sich St. Pauli vor allem über die beiden Aluminiumtreffer ärgern – der Sieg war für die Gastgeber durchaus greifbar.
08.03.2026, 18:59 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de