Leverkusen rettet Punkt gegen Mainzer Mauer: Quansah trifft spät zum 1:1
Die erste Halbzeit passte perfekt zu dem, was Mainz in solchen Spielen vorhat: wenig zulassen, die Räume eng machen, Leverkusen in statische Ballzirkulation treiben. Bayer hatte mehr Ball, aber kaum klare Durchbrüche. Die wichtigste Szene vor der Pause war sogar negativ: Arthur blieb in der Rückwärtsbewegung unglücklich im Rasen hängen, verdrehte sich das linke Knie und musste mit der Trage vom Feld – Leverkusen spielte kurzzeitig sogar zu zehnt weiter, ehe zur zweiten Hälfte Tape eingewechselt wurde.
VAR bremst Bayer – Mainz übersteht die Druckphasen
Kurz vor der Pause wurde es erstmals richtig laut in der BayArena: Ein Distanzschuss prallte im Strafraum an den Arm von Posch, der VAR schaltete sich ein. Am Ende erklärte Schiedsrichter Stieler am Stadionmikro zwar ein Handspiel, in der Entstehung lag aber Abseits (Grimaldo) vor – also kein Elfmeter, kein Vorteil für Bayer.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Leverkusen den Druck, doch Mainz blieb diszipliniert. Die Werkself hatte ihre beste Chance in der 63. Minute, als Schick nach Vorarbeit von Maza aus der Bewegung abschloss, aber an Batz scheiterte. Es war sinnbildlich: Bayer kam näher, aber Mainz fand immer wieder ein Bein, einen Kopf oder eben den Torwart.
Becker kontert – und plötzlich wackelt Leverkusen
Dann der Moment, den Mainz suchte: In der 67. Minute konterte der FSV nach einer Leverkusener Ecke blitzsauber. Batz schlug den Ball in den Lauf von Nebel, der rechts Platz hatte und Becker im Zentrum bediente. Becker nahm den Ball volley und traf per Aufsetzer zum 0:1 – ein Treffer, der aus einer langen Defensivarbeit plötzlich eine fast perfekte Auswärtsgeschichte machte.
Leverkusen reagierte mit Wechseln und mehr Risiko. Hjulmand brachte mit Kofane zusätzlich Wucht, Bayer drückte Mainz tiefer und tiefer in den eigenen Strafraum – nur: das Mainzer Bollwerk hielt weiter, sogar bei Standards.
Quansah als späte Erlösung
In der 88. Minute fiel der Ausgleich doch noch – und ausgerechnet Quansah stand wie ein Mittelstürmer richtig. Schick leitete halblinks clever weiter, Kofane setzte sich im Strafraum durch und legte nach innen. Quansah lief ein und schob trotz Bedrängnis flach ins linke Eck zum 1:1 ein.
In der langen Nachspielzeit blieb es hektisch, sogar noch einmal offen: Mainz konterte, Leverkusen suchte den Lucky Punch – doch am Ende stand ein Remis, das sich für Bayer wie Schadensbegrenzung anfühlt und für Mainz wie zwei verlorene Punkte.
28.02.2026, 18:57 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de