Senegal gegen Irak 5:0 – Löwen der Teranga stürmen doch noch ins Sechzehntelfinale
Für den Senegal begann der Abend nahezu perfekt. Schon nach vier Minuten brachte Innenverteidiger Abdoulaye Seck seine Mannschaft nach einer Ecke per Kopf in Führung. Der frühe Treffer spielte den Teranga-Löwen in die Karten und setzte den Irak sofort unter Druck.
Rote Karte verändert das gesamte Spiel
Nur wenige Minuten später folgte die entscheidende Szene der Begegnung. Sadio Mané entwischte der irakischen Defensive und wurde kurz vor dem Strafraum von Rebin Sulaka am Trikot festgehalten. Schiedsrichter Anthony Taylor zeigte zunächst Gelb, korrigierte seine Entscheidung nach VAR-Eingriff jedoch auf Rot wegen einer Notbremse.
Von diesem Moment an musste der Irak mehr als 75 Minuten in Unterzahl bestreiten. Trotz großem Einsatz verteidigte die Mannschaft zunächst diszipliniert und hielt den Rückstand bis zur Pause bei nur einem Tor.
Senegal dreht nach der Pause auf
Nach dem Seitenwechsel machte sich die personelle Überlegenheit immer stärker bemerkbar. Der Irak musste zunehmend größere Räume anbieten und konnte das hohe Tempo der Senegalesen nicht mehr mitgehen.
In der 56. Minute sorgte Ismaila Sarr für die Vorentscheidung. Nach einem Ballverlust von Zidane Iqbal zog Lamine Camara bis zur Grundlinie durch und legte perfekt quer. Sarr hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz zum 2:0 einzuschieben.
Joker Gueye sticht doppelt
Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung trug sich auch Pape Gueye in die Torschützenliste ein. Mit einem sehenswerten Schlenzer von der Strafraumgrenze erhöhte der Mittelfeldspieler auf 3:0.
Damit war der Widerstand des Irak endgültig gebrochen. Senegal spielte nun befreit auf und kombinierte sich immer wieder gefährlich vor das Tor von Jalal Hassan. In der 72. Minute schnürte Gueye sogar seinen Doppelpack und traf nach Vorarbeit von Iliman Ndiaye zum 4:0.
Ndiaye setzt den Schlusspunkt
Den letzten Höhepunkt setzte schließlich Iliman Ndiaye selbst. Der Offensivspieler marschierte unbedrängt bis an den Strafraum und jagte den Ball aus rund 18 Metern unhaltbar in den rechten Torwinkel. Das 5:0 spiegelte die Kräfteverhältnisse nach der Roten Karte deutlich wider.
Der Irak hatte sich trotz Unterzahl lange tapfer gewehrt, musste der kräftezehrenden Defensivarbeit in der Schlussphase aber Tribut zollen. Für die Mannschaft war das Turnier nach drei Niederlagen beendet.
Das Torverhältnis reicht zum Weiterkommen
Zum Zeitpunkt des Schlusspfiffs war das Weiterkommen Senegals noch nicht sicher. Erst einige Stunden später stand fest, dass die Tordifferenz von +2 ausreichte, um zu den acht besten Gruppendritten zu gehören.
Für den Senegal bedeutete der Kantersieg damit weit mehr als drei Punkte. Die Teranga-Löwen dürfen ihre Reise bei der WM 2026 fortsetzen und gehen mit neuem Selbstvertrauen in das Sechzehntelfinale.
27.06.2026, 08:10 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de