Schweizer Joker entscheiden das Spiel gegen Bosnien spät mit 4:1
Die Schweiz übernahm im SoFi Stadium von Los Angeles von Beginn an die Kontrolle. Granit Xhaka dirigierte das Spiel aus dem Mittelfeld, während Dan Ndoye und Breel Embolo immer wieder die bosnische Abwehr beschäftigten. Klare Torchancen blieben jedoch zunächst Mangelware. :contentReference[oaicite:0]{index=0}
Schweiz dominiert, Bosnien hält dagegen
Vor allem in der ersten halben Stunde spielte sich die Begegnung fast ausschließlich in der Hälfte der Bosnier ab. Die beste Gelegenheit hatte Ndoye, dessen Schuss nach einem Zuspiel von Xhaka im Außennetz landete. Auch Remo Freuler kam aus der Distanz zu einem gefährlichen Abschluss, verfehlte das Tor aber knapp. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
Bosnien-Herzegowina konzentrierte sich weitgehend auf die Defensive und setzte auf Konter. Edin Dzeko und Amar Memic sorgten vereinzelt für Entlastung, konnten Gregor Kobel im Schweizer Tor aber kaum ernsthaft prüfen. So ging es torlos in die Halbzeitpause. :contentReference[oaicite:2]{index=2}
Geduldspiel nach dem Seitenwechsel
Auch nach Wiederbeginn tat sich die Schweiz schwer, Lücken im engmaschigen bosnischen Defensivverbund zu finden. Ndoye scheiterte mehrfach an Torhüter Nikola Vasilj, der seine Mannschaft mit einigen starken Paraden im Spiel hielt.
Auf der Gegenseite hatte Bosnien durch Edin Dzeko und später Amar Dedic einzelne Möglichkeiten, doch die Schweizer Defensive blieb aufmerksam. Die Partie drohte zunehmend auf ein torloses Unentschieden zuzusteuern. :contentReference[oaicite:3]{index=3}
Joker stechen sofort
Trainer Murat Yakin reagierte in der 72. Minute mit einem Dreifachwechsel – und bewies ein goldenes Händchen. Johan Manzambi, Ruben Vargas und Djibril Sow kamen ins Spiel und veränderten die Begegnung sofort.
Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung traf Manzambi zur Führung. Nach einer Hereingabe von Vargas landete ein Klärungsversuch der Bosnier direkt vor den Füßen des Freiburg-Profis, der den Ball per Volley unhaltbar zum 1:0 ins Netz jagte. :contentReference[oaicite:4]{index=4}
Rote Karte bricht Bosniens Widerstand
Sechs Minuten später wurde die Aufgabe für Bosnien noch schwieriger. Tarik Muharemovic brachte den durchgebrochenen Embolo kurz vor dem Strafraum zu Fall und sah wegen einer Notbremse die Rote Karte. Die Schweizer nutzten die Überzahl sofort aus. :contentReference[oaicite:5]{index=5}
In der 84. Minute erhöhte Vargas auf 2:0. Embolo setzte sich stark durch und legte den Ball nach links, wo der Joker eiskalt ins lange Eck vollendete. Die Entscheidung schien gefallen. :contentReference[oaicite:6]{index=6}
Spektakel in der Nachspielzeit
Die Nachspielzeit hatte es dann noch einmal in sich. Zunächst stellte Manzambi nach Vorarbeit von Vargas auf 3:0 und krönte damit seinen perfekten Joker-Auftritt. Kurz darauf gelang Bosnien immerhin noch der Ehrentreffer.
Nach einer Ecke landete der Ball vor den Füßen des eingewechselten Ermin Mahmic, der ihn per Volley mit voller Wucht ins Netz hämmerte. Es war sein erster Ballkontakt im Spiel. :contentReference[oaicite:7]{index=7}
Den Schlusspunkt setzte jedoch wieder die Schweiz. Djibril Sow wurde im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter verwandelte Kapitän Granit Xhaka souverän zum 4:1-Endstand. :contentReference[oaicite:8]{index=8}
Beste Ausgangslage für die Nati
Mit vier Punkten nach zwei Spielen hat die Schweiz nun beste Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Gastgeber Kanada reicht der Nati bereits ein Unentschieden, um die nächste Runde aus eigener Kraft zu erreichen.
Tore
1:0 Johan Manzambi (74.)
2:0 Ruben Vargas (84.)
3:0 Johan Manzambi (90.)
3:1 Ermin Mahmic (90.+3)
4:1 Granit Xhaka (90.+7, Foulelfmeter)
19.06.2026, 06:40 Uhr, Redaktion Sport-Finden.de