Freiburg – Leverkusen 3:3: Ginter rettet dem SC einen Punkt im wilden Schlagabtausch
Die Partie brauchte keine lange Anlaufzeit. Leverkusen hatte in der Anfangsphase etwas mehr Ballbesitz und suchte immer wieder den direkten Weg in Abschlusspositionen. Freiburg hielt mit schnellen Vorstößen dagegen und zeigte früh, dass es sich nicht nur aufs Verteidigen beschränken würde. So entwickelte sich rasch ein Spiel mit offenem Visier, in dem beide Mannschaften die Tiefe suchten und das Mittelfeld oft nur eine Durchgangsstation blieb.
Nach einer ersten Freiburger Druckphase fiel in der 34. Minute die Führung für die Hausherren. Der Angriff war sauber über mehrere Stationen vorgetragen, ehe Günter den Ball im Strafraum in die Mitte gab und Vincenzo Grifo direkt abschloss. Zwar sprang ihm der Ball etwas kurios noch an den anderen Fuß, doch genau dadurch bekam der Abschluss die entscheidende Flugkurve und landete im Tor. Freiburg hatte sich diesen Treffer in einer Phase verdient, in der die Breisgauer mutiger wurden.
Leverkusen antwortet sofort, Freiburg legt wieder vor
Die Antwort der Werkself ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur drei Minuten später konterte Leverkusen schnell und präzise. Maza fand Terrier, der im Fallen noch auf Kofane durchsteckte. Der Angreifer nahm den Ball aus rund 15 Metern direkt und setzte ihn flach ins Eck zum 1:1. Genau diese Konsequenz im Umschalten machte Leverkusen über weite Strecken gefährlich.
Doch Freiburg ließ sich davon nicht beeindrucken. Die Gastgeber blieben über die Flügel unbequem und kamen in der 43. Minute erneut zur Führung. Treu flankte von rechts nach innen, Matanovic ließ clever durch und Yuito Suzuki vollendete aus guter Position zum 2:1. Wieder hatte Freiburg einen Angriff sauber zu Ende gespielt und Leverkusen in der Box nicht konsequent genug verteidigt.
Noch vor der Pause schlug Bayer aber ein weiteres Mal zurück. Nach einem Handspiel von Suzuki bekam Leverkusen in aussichtsreicher Position einen Freistoß zugesprochen. Alejandro Grimaldo nutzte die Gelegenheit in der Nachspielzeit der ersten Hälfte eiskalt und zirkelte den Ball direkt ins linke Eck. Mit dem 2:2 zur Pause war bereits klar: Dieses Spiel würde kaum mit halber Drehzahl enden.
Terrier dreht das Spiel, Freiburg ringt um Antworten
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Leverkusen zunächst einen Tick zielstrebiger. Die Gäste kamen druckvoll aus der Kabine und nutzten in der 52. Minute einen Ballgewinn in der eigenen Hälfte zum nächsten Wirkungstreffer. Über Maza gelangte der Ball zu Kofane, der im richtigen Moment auf Martin Terrier ablegte. Der Franzose tauchte halblinks frei vor Atubolu auf und schoss Bayer zur erstmaligen Führung.
Danach hatte Leverkusen die Partie für einige Minuten gut im Griff. Die Werkself ließ den Ball clever laufen, nahm Tempo aus Freiburger Offensivaktionen und hätte sogar nachlegen können. Vor allem Kofane hatte die große Chance auf das 4:2, setzte seinen Kopfball aus kurzer Distanz aber genau auf Atubolu. Freiburg wirkte in dieser Phase zwar bemüht, fand aber zunächst keine klare Schlussoffensive.
Ginter bestraft die Leverkusener Passivität
Erst in der Schlussphase erhöhte der Sport-Club den Druck wieder spürbar. Der eingewechselte Scherhant brachte auf der linken Seite noch einmal neues Tempo ins Spiel und wurde in der 86. Minute zum entscheidenden Faktor. Er hatte einen kurzen Moment zu viel Platz, flankte scharf in den Fünfmeterraum und dort war Matthias Ginter zur Stelle. Der aufgerückte Innenverteidiger setzte sich energisch durch und köpfte zum 3:3 ein.
Freiburg drängte danach sogar noch auf den Sieg, ein weiterer Treffer von Ginter zählte wegen Abseits allerdings nicht. Auf der anderen Seite blieb Leverkusen bei Gegenstößen gefährlich, doch am Ende blieb es beim 3:3. Das Remis war nach Verlauf und Intensität leistungsgerecht. Freiburg bleibt damit auch im elften Heimspiel in Serie ungeschlagen, während Leverkusen mit Blick auf Spielkontrolle und Chancenverwertung zwei verlorene Punkte beklagen dürfte.
07.03.2026, 17:29 – Redaktion Sport-Finden.de