Perfekte Antwort auf Peking: Taubitz fährt zu Olympia-Gold
Auf dem neu gebauten Eiskanal von Cortina d’Ampezzo bestätigte Taubitz ihre Ausnahmestellung. Bereits nach drei Läufen hatte sich die DSV-Rodlerin einen komfortablen Vorsprung herausgefahren, den sie im finalen Durchgang souverän verwaltete.
Silber ging an die Lettin Elina Bota, Bronze an die Amerikanerin Ashley Farquharson. Für Team Deutschland ist es bereits das nächste Gold im Rodeln – zwei Tage zuvor hatte Max Langenhan im Männer-Einsitzer triumphiert.
Entscheidung fällt nach Fräbel-Patzer
Spannung versprach zunächst das deutsche Duell mit Merle Fräbel. Die Olympia-Debütantin lag nach zwei Läufen noch in Schlagdistanz, verspielte ihre Medaillenchancen jedoch im dritten Durchgang mit einem schweren Startfehler und einer Bandenberührung.
Taubitz nutzte diese Situation clever, setzte auf Sicherheit und vergrößerte ihren Vorsprung. Aus dem erwarteten Showdown wurde damit keine offene Entscheidung mehr.
Gold als emotionaler Befreiungsschlag
Nach dem letzten Lauf blieb Taubitz zunächst regungslos auf dem Schlitten liegen, schlug die Hände vors Gesicht – dann folgte der Jubelschrei. Die Erinnerungen an das Olympia-Drama von Peking 2022, als sie nach einem Sturz leer ausgegangen war, waren endgültig ausgelöscht.
Mit dem Olympiasieg ist ihre beeindruckende Titelsammlung nun komplett: Weltmeisterschaften, Gesamtweltcupsiege, EM-Titel – und jetzt auch Olympia-Gold.
Deutsche Goldserie setzt sich fort
Taubitz setzt damit eine außergewöhnliche deutsche Erfolgsserie im Frauen-Rodeln fort, die seit 1998 bei Olympischen Winterspielen Bestand hat. Namen wie Kraushaar-Pielach, Otto, Hüfner und Geisenberger stehen nun in einer Reihe mit der neuen Olympiasiegerin von Cortina.
Für Taubitz selbst gehen die Spiele mit einem persönlichen Höhepunkt weiter – als Olympiasiegerin und neue Leitfigur im deutschen Rodeln.
10.02.2026, 19:59 · Redaktion Sport-Finden.de