RB Leipzig – Mainz 1:2: Amiri und Silas drehen Spiel nach Hollerbach-Verletzung
RB Leipzig hatte sich den Abend vermutlich anders vorgestellt: frühe Führung, viel Ball, das Publikum im Rücken. Am Ende stand jedoch ein 1:2 gegen Mainz 05 – und zwar nicht als Zufallsprodukt, sondern als Ergebnis eines Auswärtsauftritts, der mutig begann und nach der Wende konsequent zu Ende verteidigt wurde.
Mainz beginnt frech – dann der frühe Schock um Hollerbach
Mainz versteckte sich im Leipziger Stadion kein bisschen, spielte vertikal und suchte früh die Wege ins letzte Drittel. Nach elf Minuten kam der erste Rückschlag: Benedict Hollerbach ging ohne Gegnereinwirkung zu Boden, fasste sich an den hinteren rechten Unterschenkelbereich nahe des Knöchels – und musste wenig später auf der Trage vom Feld. Silas kam früh in die Partie und sollte später noch das entscheidende Kapitel schreiben.
RB geht in Führung – Mainz bleibt dran und bekommt den Elfmeter
Leipzig wurde in der Folge gefährlicher und nutzte eine starke Aktion über links: Nusa setzte sich durch, die Flanke saß, Conrad Harder köpfte aus kurzer Distanz zum 1:0 ein. Mainz wackelte kurz, blieb aber im Spiel, suchte weiter die schnellen Wege nach vorne und zwang RB immer wieder zu konzentrierter Defensivarbeit.
Die Wende kündigte sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte an: David Raum ging im Strafraum in den Zweikampf mit Tietz, der Mainzer hatte den Fuß eher am Ball – Daniel Schlager zeigte auf den Punkt. Nadiem Amiri verwandelte den Elfmeter platziert zum 1:1 (45.+6).
Silas-Solo direkt nach der Pause – Leipzig rennt an, findet aber kaum Luft
Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, schlug Mainz erneut zu. Nach einem Ball aus dem Mittelfeld setzte Silas zum Solo an, ging an Orban vorbei, ließ sich auch von Baku nicht mehr trennen und blieb vor Gulacsi eiskalt: 1:2 aus kurzer Distanz. Ein Treffer, der Mainz endgültig in den Verteidigungsmodus brachte – und Leipzig die Nerven kostete.
RB versuchte es danach mit Druckphasen, Distanzschüssen und Flanken. Die Nullfünfer verteidigten jedoch mit klarer Marschroute: kompakt im Zentrum, aggressiv in den Zweikämpfen, kaum freie Zonen zwischen den Linien. Die beste Leipziger Ausgleichschance war noch ein Pfostentreffer nach einem abgefälschten Kontakt im Strafraum – mehr echte Durchbrüche waren selten.
Schlussphase: Mainz hält dicht und bringt den Coup über die Zeit
In den letzten Minuten war das Bild eindeutig: RB rannte an, Mainz stand in Blockformation am Strafraum. Freistöße und Flanken wurden wegverteidigt, Ballgewinne wurden für Entlastung genutzt – und selbst kleine Unterbrechungen gaben den Gästen Zeit. So blieb es beim 2:1, das für Mainz im Tabellenkeller wie drei große Schritte wirkt.
Kurz darauf war Schluss – und Mainz jubelte über drei Punkte beim Favoriten. Leipzig dagegen blieb trotz spürbarer Bemühungen zu oft vor der Wand aus Mainzer Beinen hängen.
31.01.2026, 17:37 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de