RB Leipzig – FC Augsburg 2:1: Spätes Eigentor entscheidet dramatische Partie
Leipzig begann druckvoll und versuchte früh, Augsburg tief in die eigene Hälfte zu drücken. Vor allem über Raum und Diomande kam RB in den ersten Minuten mehrfach in aussichtsreiche Zonen, doch die letzte Präzision fehlte zunächst. Augsburg verteidigte kompakt, hielt die Räume eng und überstand die Leipziger Anfangsphase ohne größeren Schaden.
Trotz der optischen Überlegenheit der Gastgeber hätte die Partie früh kippen können. Nach einer Ecke wurde ein Handspiel von Baumgartner per VAR überprüft und schließlich auf Elfmeter für den FCA entschieden. Doch Schlotterbeck ließ die große Chance zur Führung liegen, weil Vandevoordt stark reagierte und den Strafstoß um den Pfosten lenkte. Leipzig war damit gewarnt, fand offensiv aber weiterhin zu selten klare Lösungen gegen die konzentriert arbeitende Gästeabwehr.
Augsburg nutzt seinen Konter eiskalt
Die Gäste blieben geduldig und warteten auf ihre Momente. Einer dieser Angriffe saß in der 39. Minute. Giannoulis schickte Rieder links in die Tiefe, der den Kopf oben behielt und den Ball clever zurücklegte. Robin Fellhauer lief im Zentrum perfekt ein und vollendete freistehend zur Augsburger Führung. Weil Leipzig trotz Ballbesitz zu einfallslos blieb, ging das 0:1 zur Pause keineswegs an der Partie vorbei.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte RB den Druck, doch Augsburg blieb brandgefährlich. Rieder und später auch Giannoulis sowie Kade hatten Chancen auf das 2:0, scheiterten jedoch mehrfach am starken Vandevoordt. Genau in dieser Phase hielt der Leipziger Torhüter seine Mannschaft im Spiel, als Augsburg den zweiten Treffer eigentlich auf dem Fuß hatte.
Diomande bringt neue Energie
Leipzig brauchte lange, um wirklich zwingend zu werden, steigerte sich dann aber spürbar. Lukeba traf nach einer Ecke den Pfosten, Dahmen parierte mehrfach stark, und mit den Einwechslungen nahm der Druck weiter zu. Vor allem Diomande drehte auf und wurde zunehmend zum auffälligsten Leipziger Offensivspieler.
Der verdiente Ausgleich fiel in der 76. Minute. Harder leitete per Kopf auf Höhe der Mittellinie weiter, Diomande nutzte seinen Tempovorteil gegen Schlotterbeck, zog Richtung Tor und schob aus elf Metern souverän zum 1:1 ein. Das Stadion war nun sofort da, Leipzig drängte weiter, Augsburg bekam aber weiterhin seine Umschaltmomente.
Das späte Eigentor erlöst Leipzig
So blieb die Partie bis in die Nachspielzeit offen. Harder vergab zunächst noch eine Riesenchance zum 2:1, auf der anderen Seite traf Ribeiro nach einem feinen Lupfer nur den Pfosten. Es war ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams den Sieg noch erzwingen wollten.
In der 90. Minute fiel dann doch die Entscheidung zugunsten der Gastgeber. Lukeba schickte Raum auf links in die Tiefe, dessen scharfe Hereingabe brachte Dahmen nur noch im Hechtflug an die Brust von Arthur Chaves. Von dort sprang der Ball über die Linie. Ein bitteres Eigentor für Augsburg, aber der späte Ausdruck eines Leipziger Schlussspurts, der am Ende nicht mehr zu stoppen war.
Leipzig sichert sich damit drei wichtige Punkte im Rennen um die oberen Plätze, während Augsburg trotz langer disziplinierter Leistung und mehrerer guter Konteransätze ohne Ertrag abreist. Für den FCA ist es eine Niederlage, die besonders weh tut, weil sie erst in den letzten Sekunden zustande kam.
07.03.2026, 17:31 – Redaktion Sport-Finden.de