Qarabag – Eintracht Frankfurt 3:2: Last-Minute-K.o. in Baku – SGE fliegt bitter aus der Champions League
Frankfurt startete in Baku denkbar schlecht. Qarabag wirkte von Beginn an giftig, gewann die direkten Duelle und ging früh in Führung: Nach einer Hereingabe und einem Abpraller reagierte Duran am schnellsten und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie (4.). Wieder einmal kassierte die Eintracht ein Gegentor nach einer Aktion von außen – und wieder einmal fehlte im eigenen Strafraum die letzte Konsequenz.
Die SGE brauchte einige Minuten, um die erste Wucht der Hausherren auszuhalten, fand dann aber die perfekte Antwort. Can Uzun eroberte den Ball, ging ein paar Schritte und schob aus rund 15 Metern flach ins Eck zum 1:1 ein (10.). Mit dem Ausgleich beruhigte sich Frankfurts Spiel: Mehr Ballbesitz, bessere Zweikämpfe, und in Ansätzen war zu erkennen, dass die Eintracht das Spiel kontrollieren kann – wenn sie sauber bleibt.
Ausgeglichenes Ringen – Frankfurt mit den besseren Momenten
Die Partie blieb intensiv und lange erstaunlich ausgeglichen. Qarabag lauerte auf Umschaltmomente und kam vor der Pause zu einigen gefährlichen Situationen, Frankfurt hatte aber ebenfalls Chancen – vor allem, wenn es über die Flügel in Richtung Strafraum ging. Ritsu Doan und Ansgar Knauff fanden jedoch zu selten den letzten Pass, und insgesamt fehlte in Tornähe die Genauigkeit.
Nach dem Seitenwechsel wurde es phasenweise zäh: Viele Ungenauigkeiten, wenig klare Abschlüsse. Frankfurt hielt dagegen, brachte frische Kräfte – und schien in der Schlussphase tatsächlich das Spiel auf seine Seite zu ziehen.
Späte Führung – und dann bricht alles zusammen
In der 76. Minute bekam die Eintracht einen Elfmeter: Knauff wurde im Strafraum zu Boden gestoßen, Chaibi verwandelte sicher zum 2:1 (78.). Die SGE hatte das Remis, vielleicht sogar mehr, plötzlich in der Hand. Doch die Freude hielt nur kurz – und zwar viel zu kurz.
Qarabag schlug praktisch umgehend zurück: Wieder ging es über die linke Seite in den Strafraum, wieder kam der Ball scharf in den Fünfmeterraum – und Duran musste nur noch den Fuß hinhalten (80.). 2:2. Frankfurt hatte den Vorteil aus der Hand gegeben, und das Muster war erneut das gleiche: Probleme bei Hereingaben von außen.
Lucky Punch in der Nachspielzeit – Frankfurt ist raus
Es roch schon nach einem Remis, das sich die Eintracht über die 90 Minuten durchaus verdient gehabt hätte. Doch Qarabag setzte den letzten Stich: In der 90.+4 wurde eine Hereingabe von rechts am ersten Pfosten stark angenommen, Mustafazada jagte den Ball unter die Latte – 3:2. Der späte Treffer löste in Baku Ekstase aus und ließ Frankfurt fassungslos zurück.
Damit ist klar: Eintracht Frankfurt scheidet aus der Champions League aus. Ein bitterer Abend für die Hessen – nicht, weil die Leistung komplett schlecht war, sondern weil die SGE die entscheidenden Fehler nicht abstellen konnte.
22.01.2026, 10:07 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de