Olympiakos – Leverkusen 2:0: Werkself patzt in Piräus und muss weiter zittern
Der Plan der Griechen war vom Anpfiff weg klar: früh pressen, Tempo aufnehmen, Leverkusen im Aufbau stressen. Und genau damit kam Bayer anfangs nicht zurecht. Schon in der 2. Minute klingelte es: Nach einem Eckball stieg Costinha im Zentrum hoch und köpfte wuchtig zum 1:0 ein. Ein klassischer Wachrüttler – nur dass Leverkusen danach zwar stabiler wurde, aber den Schaden nicht reparierte.
Mit zunehmender Spielzeit bekam die Werkself mehr Kontrolle, kombinierte sich häufiger in die gegnerische Hälfte und hatte auch dicke Möglichkeiten. Die beste Phase blieb allerdings ohne Ertrag: Vazquez setzte kurz vor der Pause eine Riesenchance über das Tor, weitere Abschlüsse wurden vom starken Tzolakis entschärft. Statt 1:1 folgte der nächste Nackenschlag – und der saß besonders tief.
Konter kurz vor der Pause: Olympiakos eiskalt
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nutzte Olympiakos einen Umschaltmoment gnadenlos aus. Rodinei spielte den Ball in die Tiefe, Taremi blieb vor Blaswich cool und jagte das Ding zum 2:0 in die Maschen (45.+1). Leverkusen hatte ordentlich gearbeitet – und stand trotzdem mit leeren Händen da.
Viel Ball, wenig Durchschlagskraft
Nach der Pause änderte sich das Bild: Olympiakos presste nicht mehr so hoch, machte die Räume enger und verteidigte kompakter. Leverkusen hatte nun über weite Strecken den Ball, doch die klaren Chancen blieben selten. Einmal wurde es richtig gefährlich: Ein Tiefenpass schickte Arthur durch, der querlegte – doch Schick scheiterte im Eins-gegen-eins an Tzolakis. Mehr als Annäherungen sprang nicht heraus, während Olympiakos das Spiel mit Erfahrung herunterspielte.
Unterm Strich war es eine Leverkusener Niederlage, die vor allem wegen der Gegentore zur Unzeit schmerzt: früh nach Standard, spät nach Konter. Dazwischen gab es Chancen – aber keine Konsequenz. Damit muss Bayer vor dem letzten Spieltag weiter um das Weiterkommen zittern.
21.01.2026, 05:16 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de