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Neue Betrugsvorwürfe überschatten die Vierschanzentournee

Mitten in der Vierschanzentournee sorgen neue Betrugsvorwürfe aus norwegischen Medien für Unruhe. Mehrere Springer reagieren deutlich – und der Weltverband FIS weist die Anschuldigungen klar zurück.

Skispringen bei der Vierschanzentournee

Sportlich rückt das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen näher, doch abseits der Schanze kocht erneut eine Debatte hoch. Norwegische Medien stellten zuletzt die Legalität der Bindung von Österreichs Springer Manuel Fettner infrage – ein Vorwurf, der bei vielen Athleten auf deutlichen Widerstand stößt.

Deutschlands Skispringer Karl Geiger reagierte nach der Qualifikation zum Neujahrsspringen ungehalten. „Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn man selbst betrogen hat und das dann anderen unterstellt. Das ist nicht unbedingt die beste menschliche Art. Das gehört sich einfach nicht“, sagte Geiger am Silvestertag in Garmisch-Partenkirchen gegenüber Journalisten.

FIS reagiert schnell und widerspricht

Der Weltverband FIS schaltete sich noch vor der Qualifikation ein und entkräftete die Vorwürfe. In einer Stellungnahme erklärte der Verband, dass die beanstandete Bindung „seit etwa zehn Jahren in Nutzung ist und genehmigt wurde“. Für die FIS ist der Fall damit sportrechtlich eindeutig.

Auch Philipp Raimund sieht in den Anschuldigungen eher taktische Spielchen. „Das sind die ganzen Mind Games, die während der Tournee gespielt werden. Ich persönlich denke, da ist nichts dahinter. Ich habe das für mich abgehakt“, sagte Raimund gegenüber der Medienrunde nach der Qualifikation.

Fettner weist Vorwürfe zurück

Der betroffene Routinier Manuel Fettner zeigte sich ebenfalls gelassen. „Es ist ein bisschen traurig, wenn die Medien das nicht prüfen, sondern direkt publizieren. Mich belastet es nicht, weil ich weiß, dass bei mir alles passt“, erklärte der Österreicher gegenüber Reportern.

Brisant ist die Debatte auch deshalb, weil Norwegens Team erst vor weniger als einem Jahr bei der WM in Trondheim selbst einen Anzugskandal verursacht hatte. Damals waren mehrere Sportler nach dem Einbau eines unerlaubten Bandes in den Anzug gesperrt worden – ein Ereignis, das bis heute nachwirkt.

sport-finden.de meint

Dass Materialdiskussionen das Skispringen begleiten, ist nichts Neues. Auffällig ist jedoch, wie schnell während der Vierschanzentournee erneut Misstrauen gestreut wird. Gerade bei einem der traditionsreichsten Wettbewerbe des Wintersports sollte der Fokus auf Leistung, Nervenstärke und sportlicher Qualität liegen – nicht auf medialen Nebenkriegsschauplätzen.

Solange die FIS klare Entscheidungen trifft und transparent kontrolliert, sollten Anschuldigungen nicht reflexartig den sportlichen Wettbewerb überschatten. Die Tournee lebt von ihren Geschichten auf der Schanze – nicht von Verdächtigungen abseits davon.

01.01.2026, Redaktion Sport-Finden.de



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