Münster – Karlsruhe 0:2: Rote Karte und Wanitzek kippen überlegenes Heimspiel
Von der ersten Minute an war zu spüren, dass Münster dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. Die Mannschaft von Alexander Ende hatte mehr Ballbesitz, mehr Zug zum Tor und vor allem deutlich mehr Abschlüsse. Schon früh prüften Sertdemir, Benger und Batista Meier den Karlsruher Keeper Bernat – doch entweder fehlte die letzte Präzision oder der KSC-Schlussmann war zur Stelle.
Karlsruhe wirkte in der ersten Halbzeit erstaunlich passiv. Die Gäste kamen kaum in gefährliche Zonen, waren mit dem 0:0 zur Pause bestens bedient und konnten sich mehrfach bei Bernat bedanken, der unter anderem gegen Hendrix und Benger stark parierte.
VAR nimmt Münster die verdiente Führung
Kurz nach Wiederanpfiff schien sich Münsters Überlegenheit endlich auszuzahlen: Hendrix traf nach einer unübersichtlichen Szene im Strafraum zum vermeintlichen 1:0. Doch der VAR griff ein – Bernat hatte zuvor die Hand klar auf dem Ball. Der Treffer wurde zurückgenommen, die Stimmung im Stadion kippte erstmals spürbar.
Münster ließ sich davon zunächst nicht beeindrucken, drängte weiter und hatte durch Batista Meier und Heuer weitere gute Möglichkeiten. Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr kämpfte sich der KSC in die Partie.
Die Szene, die alles verändert
In der 77. Minute folgte der spielentscheidende Moment: Ein Fehlpass von Schenk leitete einen Karlsruher Konter ein, Egloff war durch – und wurde von Jaeckel per Bodycheck zu Fall gebracht. Schiedsrichter Weisbach entschied auf Notbremse und zeigte Rot.
Den fälligen Freistoß aus rund 25 Metern verwandelte KSC-Kapitän Marvin Wanitzek mit einem technisch herausragenden Schuss unhaltbar in den linken Winkel. Aus dem Nichts führte Karlsruhe – und Münster stand plötzlich mit zehn Mann vor einem Scherbenhaufen.
Wanitzek bleibt eiskalt vom Punkt
Münster warf in Unterzahl noch einmal alles nach vorne, doch die Räume wurden größer – und der KSC nutzte sie. In der 86. Minute brachte Schulz Pinto Pedrosa im Strafraum zu Fall, der Elfmeter war unumstritten. Wanitzek trat erneut an und blieb cool: flach in die Mitte, 0:2.
In den letzten Minuten versuchten die Hausherren trotz aussichtsloser Lage weiter alles, doch der Glaube an eine Wende war gebrochen. Karlsruhe brachte den Vorsprung souverän über die Zeit.
Fazit
Für Münster ist diese Niederlage maximal bitter. Über weite Strecken war es das bessere Team, verpasste es aber, die eigene Überlegenheit in Tore umzumünzen. Karlsruhe zeigte sich dagegen brutal effizient – und hatte mit Wanitzek den Mann des Spiels.
17.01.2026, 15:06 – Redaktion Sport-Finden.de