Littler wieder Weltmeister: 7:1-Gala im WM-Finale gegen van Veen
Luke Littler ist erneut Darts-Weltmeister. Der erst 18 Jahre alte Engländer setzte sich im Finale im vollbesetzten Alexandra Palace in London mit 7:1 Sätzen gegen Gian van Veen durch und bestätigte damit seinen Ausnahmestatus. Es war zugleich das bislang jüngste Endspiel der WM-Geschichte.
Dabei sah es anfangs kurz so aus, als könnte van Veen den Favoriten ärgern: Der Niederländer erwischte den besseren Start und holte sich den ersten Satz. Doch Littler antwortete eiskalt. Mit hohem Scoring, starken Checkouts und spürbar wachsendem Druck auf die Doppelfelder riss „The Nuke“ das Match komplett an sich.
„Big Fish“ und Final-Statistik auf Topniveau
Symbolisch für Littlers Kontrolle über das Finale stand ein „Big Fish“ (170) – ein Finish, das den Alexandra Palace noch einmal besonders laut werden ließ. Einen Neun-Darter verpasste der Engländer zwar, doch spielerisch war es eine Machtdemonstration: Am Ende standen ein Final-Average von 106,02 Punkten sowie eine Checkout-Quote von 46 Prozent.
Van Veen war keineswegs chancenlos im Spielaufbau, ließ aber gerade in entscheidenden Momenten Möglichkeiten liegen. Zusätzliche Unruhe brachte eine Szene, in der der Niederländer am Finger blutete – die Scheibe musste sogar zwischenzeitlich gewechselt werden.
Der Gejagte bleibt der Gejagte
Mit dem WM-Titel verteidigt Littler nicht nur seinen Status als Gesicht der neuen Darts-Generation, sondern setzt auch für die anstehenden Turniere ein klares Zeichen: Wer ihn schlagen will, muss über mehrere Sets nahezu fehlerfrei performen. Denn sobald Littler Rhythmus und Tempo findet, wird es für jeden Gegner im „Ally Pally“ brutal.
Als Weltmeister kassiert Littler zudem das Preisgeld von einer Million Pfund – und geht damit auch 2026 als der Mann in die Saison, den alle jagen.
04.01.2026, 06:18, Redaktion Sport-Finden.de