Vierschanzentournee vorzeitig beendet: Lindvik reist nach Quali-Debakel ab
Lindvik verpasste am Samstag als 51. deutlich die Qualifikation für das Springen am Bergisel. Der 27-Jährige wird mit der norwegischen Nationalmannschaft nicht weiter zum Tournee-Finale nach Bischofshofen reisen.
„Wir werden in Bischofshofen eine Änderung vornehmen. Benjamin Østvlod fliegt morgen Abend ein. Marius Lindvik reist nach Hause, um in Lillehammer bei Andreas Vilberg zu trainieren“, bestätigte Norwegens Sportdirektor Jan-Erik Aalbu gegenüber der Zeitung „Dagbladet“.
Top-Ergebnisse blieben aus
Bereits bei den ersten beiden Stationen der Vierschanzentournee hatte Lindvik die Erwartungen nicht erfüllen können. In Oberstdorf belegte er Rang 23, beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen kam er nicht über Platz 22 hinaus.
Der Olympiasieger von Peking 2022 soll nun im Training neues Selbstvertrauen aufbauen. Nach der Vierschanzentournee geht es im Weltcup ab dem 10. Januar im polnischen Zakopane weiter.
Lindvik nur drittbester Norweger im Gesamtweltcup
Im Gesamtweltcup liegt Lindvik aktuell mit 167 Punkten auf Rang 20. Damit ist er derzeit nur der drittbeste Norweger hinter Kristoffer Eriksen Sundal (13. Platz / 246 Punkte) und Johann Andre Forfang (19. Platz / 172 Punkte).
Entsprechend selbstkritisch äußerte sich Lindvik nach seinem Aus in Innsbruck: „Es ist so schlimm, dass es mir peinlich ist. Ich habe keine Ahnung, warum das passiert. Es ist einfach nur ärgerlich“, sagte er bei „Dagbladet“.
Østvlod rückt nach – Norwegen weiter unter Druck
Nachrücker Benjamin Østvlod zeigte sich derweil optimistisch. „Bischofshofen ist eine Schanze, an die ich sehr schöne Erinnerungen habe. Ich habe das Gefühl, dass ich einige großartige Trainingswochen hatte, die sich ausgezahlt haben“, sagte der 24-Jährige.
Für die norwegische Mannschaft verläuft die Vierschanzentournee insgesamt enttäuschend. Zur Halbzeit ist Sundal als Zwölfter der beste Athlet im Gesamtklassement.
04.01.2026, 08:22 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de