Leverkusen siegt 2:0 in Piräus – Schick trifft binnen 144 Sekunden doppelt
Bayer Leverkusen hat sich im Hexenkessel von Piräus eine nahezu ideale Position für das Rückspiel in der BayArena erarbeitet. Die Werkself gewann das Playoff-Hinspiel der Champions League mit 2:0 – und benötigte dafür nur einen kurzen, aber eiskalten Moment im zweiten Durchgang.
Erst Druck der Griechen, dann VAR-Glück
Olympiakos begann mit hohem Tempo und aggressivem Pressing. Leverkusen tat sich zunächst schwer, in die Partie zu finden. Gelson Martins prüfte Blaswich früh aus der Distanz, El Kaabi setzte immer wieder Nadelstiche.
Kurz vor der Pause schien das Stadion erstmals zu explodieren: Taremi traf nach einem Freistoß zum vermeintlichen 1:0 für die Gastgeber. Doch der VAR griff ein – Abseits. Glück für Bayer in einer Phase, in der die Partie zu kippen drohte.
144 Sekunden, die alles veränderten
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild. Leverkusen wirkte strukturierter, griffiger – und schlug dann gnadenlos zu. In der 60. Minute eroberte Poku den Ball in der eigenen Hälfte, startete durch und bediente Schick mustergültig. Der Tscheche blieb vor Tzolakis cool und schob zur Führung ein.
Gerade einmal 144 Sekunden später folgte der zweite Treffer: Ecke Grimaldo, Schick steigt am ersten Pfosten am höchsten – Kopfball, 2:0. Piräus war schlagartig verstummt.
Kontrolle statt Hektik
Mit dem Doppelschlag im Rücken spielte die Werkself ihre Erfahrung aus. Olympiakos rannte zwar weiter an, doch zwingende Chancen blieben aus. Rodinei versuchte es mehrfach per Freistoß, André Luiz suchte den Abschluss – Bayer verteidigte jedoch konsequent.
Schick durfte sich in der Schlussphase unter Applaus auswechseln lassen. Der mutmaßliche Matchwinner hatte seine Aufgabe erfüllt.
Starke Basis fürs Rückspiel
Das 2:0 verschafft Leverkusen eine komfortable Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Dienstag in der BayArena. Der Auftritt in Piräus war nicht durchgehend dominant, aber in den entscheidenden Momenten effizient und reif.
Genau diese Kaltschnäuzigkeit kann im internationalen Wettbewerb den Unterschied machen.
19.02.2026, 08:28 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de