Diomande erlöst Leipzig – RB ringt Gladbach spät nieder
Die Partie begann mit viel Tempo und gleich mehreren Warnsignalen für die Gäste. Leipzig attackierte früh, kam über die rechte Seite immer wieder durch und deckte dabei vor allem die Unsicherheiten in der Gladbacher Defensive auf. Schon früh traf Raum den Pfosten, dazu musste Nicolas mehrfach energisch eingreifen, um seine Mannschaft vor einem schnellen Rückstand zu bewahren.
Leipzig drückt, Gladbach hält dagegen
Vor allem in der ersten halben Stunde war ordentlich Betrieb in der Red-Bull-Arena. Leipzig schaltete schnell um, suchte konsequent den Weg Richtung Strafraum und kam über Diomande, Baku und Baumgartner zu guten Szenen. Gladbach wirkte in dieser Phase im Aufbau nicht immer sattelfest, hatte aber mit Nicolas einen starken Rückhalt, der einige gefährliche Abschlüsse entschärfte.
Ganz einseitig war das Spiel allerdings nicht. Auch die Borussia setzte Nadelstiche und kam selbst zu Möglichkeiten. Castrop tauchte frei im Strafraum auf, scheiterte aber am herausgeeilten Vandevoordt. Kurz darauf wurde es nach einem Distanzversuch des eingewechselten Bolin erneut brenzlig. So blieb es trotz Leipziger Übergewicht zur Pause beim 0:0.
Nach der Pause zäher, aber weiter mit Vorteilen für RB
Im zweiten Durchgang veränderte sich die Partie spürbar. Leipzig hatte weiterhin mehr Ballbesitz und mehr Feldvorteile, doch die ganz klaren Chancen entstanden seltener als in der furiosen Anfangsphase. Gladbach verteidigte kompakter, machte die Räume enger und zwang RB öfter zu Abschlüssen aus weniger günstigen Positionen.
Dennoch blieb Leipzig die Mannschaft mit mehr Zug zum Tor. Raum zwang Nicolas mit einem Distanzschuss zu einer Flugeinlage, später kam Romulo mehrfach nach Standards in Abschlusspositionen, ohne jedoch präzise genug zu sein. Gladbach seinerseits blieb offensiv lange erstaunlich blass und fand in dieser Phase kaum den Weg in gefährliche Zonen.
Diomande trifft – und Gladbach wacht spät auf
Die Entscheidung fiel schließlich gut zehn Minuten vor Schluss. Baumgartner machte das Spiel schnell, sein Pass geriet etwas glücklich zu Diomande, doch der 19-Jährige nutzte die Situation entschlossen. Von halblinks im Strafraum zog er wuchtig ab und jagte den Ball unhaltbar ins lange Eck. Es war der Treffer, den Leipzig für seine Überlegenheit in der zweiten Halbzeit gesucht hatte.
Erst danach entwickelte Gladbach noch einmal spürbaren Druck. Die Gäste warfen in der Schlussphase alles nach vorne und kamen tatsächlich beinahe noch zum Ausgleich. Chiarodia traf nach einem abgefälschten Ball die Latte, danach musste Leipzig sogar kurz vor der Linie retten. Auch in der Nachspielzeit blieb es hektisch, weil die Borussia über Standards und hohe Bälle noch einmal alles versuchte.
Ein Sieg, der schwerer war als es lange aussah
Am Ende brachte Leipzig den Vorsprung aber über die Zeit und sicherte sich damit drei ganz wichtige Punkte. Nach der starken ersten halben Stunde hatten die Gastgeber die Partie eigentlich früher in die gewünschte Richtung lenken können, ließen aber zunächst die Konsequenz im Abschluss vermissen. Deshalb blieb es bis zum Ende offen.
Für Gladbach ist die Niederlage bitter, weil in der Schlussphase tatsächlich noch etwas drin war. Über weite Strecken fehlte der Borussia allerdings die offensive Präsenz, um Leipzig dauerhaft ernsthaft unter Druck zu setzen. So blieb am Ende ein einzelner, sauber abgeschlossener Moment von Diomande der Unterschied.
11.04.2026, 17:37 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de