RB Leipzig – Borussia Dortmund 2:2: Silva sticht spät, Leipzig verspielt 2:0
Es war ein Topspiel mit zwei völlig unterschiedlichen Geschichten: Leipzig kontrollierte lange, dominierte mit Tempo und Klarheit – Dortmund wirkte über weite Strecken überraschend passiv. Doch am Ende stand wieder dieses BVB-Moment: spät, eiskalt, unerwartet.
Baumgartner macht aus Leipziger Kontrolle auch Tore
Nach ausgeglichener Anfangsphase übernahm Leipzig zunehmend das Kommando, vor allem über die linke Seite. Yan Diomande bereitete den ersten Treffer stark vor: Er nahm einen Ball technisch überragend mit, ließ seinen Gegenspieler stehen und legte in die Mitte – Christoph Baumgartner vollendete mit dem Außenrist zum 1:0.
Leipzig blieb dran, schob Dortmund tief in die eigene Hälfte und erhöhte noch vor der Pause: Wieder kam der Ball über links, diesmal spielte Raum scharf in den Strafraum – Baumgartner stand richtig und drückte zum 2:0 ein. Dortmund fand offensiv kaum statt, Leipzig hatte die Partie im Griff.
Ein Eigentor als Türöffner
Nach dem Seitenwechsel schien Dortmund zunächst weiter zu suchen – doch dann kam der Anschluss aus einer Standardsituation. Eine Ecke wurde unglücklich weitergeleitet, am Ende unterlief Romulo per Kopf ein Eigentor. Plötzlich war die Partie wieder offen, obwohl Leipzig zuvor alles im Griff gehabt hatte.
Leipzig hatte in dieser Phase sogar die Chance, das Spiel endgültig zuzumachen. Ein Konter lief durch, der Abschluss aus spitzem Winkel blieb jedoch ohne Ertrag. Genau solche Szenen rächen sich gegen Teams, die in der Schlussphase alles auf eine Karte setzen.
Dortmund wirft alles rein – und trifft in Minute 90+5
Der BVB wurde in der letzten halben Stunde aktiver, auch weil frische Kräfte Schwung brachten. Leipzig verteidigte zunächst ordentlich, ließ Dortmund aber im Spiel. In der fünften Minute der Nachspielzeit fiel dann der Ausgleich: Brandt steckte in den Lauf von Adeyemi, dessen Querpass Fabio Silva perfekt erwischte – 2:2. Für den Portugiesen war es das erste Bundesliga-Tor.
Fast wäre es für Leipzig noch bitterer geworden: Brandt hatte kurz vor Schluss sogar das 3:2 auf dem Fuß, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz an einer starken Parade von Vandevoordt.
Leipzig fühlt sich wie der Verlierer, Dortmund nimmt Moral mit
Unterm Strich ist das Remis für Leipzig zu wenig, gemessen an der Spielkontrolle und der komfortablen Führung. Dortmund wiederum rettet einen Punkt, den lange niemand mehr erwartet hatte – und zeigt kurz vor dem Duell mit Bayern, dass die Mannschaft auch in schwierigen Phasen nicht auseinanderfällt.
21.02.2026, 21:08 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de