KSC blockt Gladbach: Fukuda bleibt trotz Reservistenrolle
Neun Einsätze, meist nur für wenige Minuten – sportlich verlief die Hinrunde für Shio Fukuda beim Karlsruher SC bislang überschaubar. Genau das brachte Bewegung in seine Zukunft. Leihgeber Borussia Mönchengladbach prüfte nach Informationen aus Klubkreisen die Möglichkeit, den 20-jährigen Stürmer vorzeitig zurückzuholen, um ihm andernorts mehr Spielpraxis zu verschaffen.
KSC legt sein Veto ein
Der KSC machte allerdings früh klar, dass man diesen Weg nicht mitgehen will. Geschäftsführer Mario Eggimann stellte unmissverständlich klar, dass der Verein weiter an Fukuda festhält. „Wir ziehen es durch, weil wir voll an Shio glauben“, lautete die klare Botschaft aus Karlsruhe.
Intern wird Fukuda trotz geringer Einsatzzeiten als Entwicklungsprojekt gesehen. Der Verein verweist darauf, dass der Stürmer sich im Training stetig verbessere und vor allem Zeit brauche, um sich an Tempo und Physis der 2. Bundesliga zu gewöhnen.
Gladbachs Perspektive: Spielpraxis im Fokus
Aufseiten von Borussia Mönchengladbach stand weniger Unzufriedenheit als vielmehr die sportliche Entwicklung im Vordergrund. Der Bundesligist hatte Fukuda bewusst verliehen, um ihm regelmäßige Einsatzminuten zu ermöglichen – ein Ziel, das sich in Karlsruhe bislang nur eingeschränkt erfüllte.
Da der Leihvertrag jedoch keine Rückholklausel für die Winterpause vorsieht, liegt die Entscheidung letztlich beim KSC. Und der setzt nun bewusst auf Kontinuität statt kurzfristiger Lösungen.
Rückrunde als Bewährungsprobe
Für Fukuda selbst wird die Rückrunde damit zur entscheidenden Phase. Der KSC erwartet, dass der Angreifer seine Entwicklung nun auch in Einsatzzeiten ummünzt. Gelingt das, könnte sich die derzeitige Geduld auszahlen – sportlich wie perspektivisch.
Klar ist: Der Karlsruher SC geht ins Risiko. Aber eines, das intern überzeugt vertreten wird.
05.01.2026, 07:49 Uhr · Redaktion Sport-Finden.de