Union bleibt eiskalt: Schäfer schießt die Eisernen in Köln spät zum 1:0
Es war ein Spiel, das lange in eine Richtung lief – und trotzdem anders endete. Köln hatte mehr Ball, mehr Initiative und phasenweise deutlich mehr Präsenz rund um den Berliner Strafraum. Aber Union machte das, was Union in solchen Partien oft macht: Räume schließen, Zweikämpfe annehmen, alles in Tornähe wegverteidigen – und darauf warten, dass sich ein Moment ergibt.
Dazu kam eine besondere, bedrückende Note: Mehrfach gab es medizinische Notfälle auf den Rängen, die für Unterbrechungen sorgten und die Stimmung im Stadion zeitweise komplett kippen ließen. Nach Angaben aus dem Stadionumfeld waren die betroffenen Personen stabil und wurden ins Krankenhaus gebracht.
Sportlich blieb es über weite Strecken zäh. Köln fand kaum klare Lücken in der Berliner Ordnung, Union setzte offensiv nur Nadelstiche – bis die Schlussphase alles veränderte. In der 82. Minute sah Kölns Rav van den Berg Rot: Als letzter Mann kontrollierte er einen langen Ball mit dem Arm, Schiedsrichter Christian Dingert wertete die Szene als Verhinderung einer klaren Torchance.
Plötzlich hatte Union nicht nur das bekannte Defensivgerüst, sondern auch die Überzahl – und die Eisernen zogen das Tempo spürbar an. Erst blieb eine Großchance noch liegen, dann wurde es nach einem Standard richtig gefährlich. Köln klärte eine Ecke nur ungenügend, der Ball sprang an die Strafraumkante – und Schäfer traf ihn perfekt: ein Volley mit links, unhaltbar für Marvin Schwäbe, 0:1.
Köln versuchte in den letzten Sekunden noch einmal alles, schlug lange Bälle in den Strafraum, kam aber nicht mehr durch. Union nahm die Zeit clever von der Uhr und brachte den nächsten „effektiven“ Auswärtssieg über die Linie – passend zum Jahresabschluss.
20.12.2025, Redaktion Sport-Finden.de