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Sechs Tore, späte Wende, Platzverweis: Dieses Derby hatte alles

Der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach haben sich in einem packenden Rhein-Derby 3:3 getrennt. Nach einer wilden Anfangsphase, einem Gladbacher Traumtor und einem späten Kölner Ausgleich durch Eric Martel blieb am Ende ein Remis, das zum Spielverlauf passte.

Packendes Rhein-Derby zwischen Köln und Gladbach endet 3:3

Dieses Derby brauchte keine Anlaufzeit. Keine halbe Minute war gespielt, da hatte Jens Castrop Borussia Mönchengladbach bereits in Führung gebracht. Der Ex-Kölner entwischte nach einer Honorat-Flanke seinem Gegenspieler und schob die Kugel durch die Beine von Schwäbe ins Tor. Für den FC war das ein Kaltstart, für die Partie der Auftakt zu einem Abend, der über 90 Minuten kaum Luft zum Durchatmen ließ.

Köln reagiert furios auf den Schockstart

Die Antwort der Gastgeber ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Said El Mala glich nur drei Minuten später aus, als er einen weiten Ball von Johannesson stark verarbeitete und aus der Drehung abzog. Weil der Ball noch leicht abgefälscht wurde, war Nicolas im Gladbacher Tor ohne Chance.

Köln blieb danach sofort dran und drehte das Spiel sogar komplett. Kaminski setzte sich auf der rechten Seite durch und legte fast von der Torauslinie mustergültig in die Mitte, wo Ragnar Ache im Fünfmeterraum frei einlief und zum 2:1 einschob. Zwei Kölner Treffer binnen weniger Minuten – das Derby hatte nun endgültig Betriebstemperatur.

Gladbach schlägt zurück und hält das Spiel offen

Doch auch Gladbach zeigte, dass es in diesem Spiel nicht nur reagieren, sondern selbst Akzente setzen wollte. Nach einer etwas ruhigeren Phase kamen die Gäste zum 2:2. Wieder war Castrop entscheidend beteiligt, der sich auf der linken Seite durchsetzte und die Kugel scharf ins Zentrum brachte. Sander scheiterte zunächst noch am blockenden Martel, verwertete den zweiten Ball dann aber trocken.

Damit war die frühe Kölner Wucht wieder neutralisiert. Das Spiel blieb intensiv, offen und mit klaren Lücken in beiden Defensivreihen. Genau das spiegelte auch der Halbzeitstand wider: 2:2, ein Ergebnis, das nach dieser ersten Hälfte nur logisch wirkte.

Castrop trifft traumhaft gegen seinen Ex-Klub

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie bissig. Köln suchte weiter den Weg nach vorne, Gladbach verteidigte nicht immer sauber, setzte aber seinerseits wieder gefährliche Nadelstiche. In der 60. Minute kippte das Derby erneut: Castrop, kurz zuvor noch behandelt, zog halblinks vor dem Strafraum nach innen und jagte den Ball mit Wucht unter die Latte. Ein starker Treffer, der das Spiel erneut zugunsten der Gäste drehte.

Köln musste nun wieder anlaufen und tat sich eine Weile schwer, das Tempo aus der Anfangsphase erneut zu erreichen. Die Gastgeber waren bemüht, doch Gladbach stand nun phasenweise etwas stabiler und hoffte auf den entscheidenden Konter.

Martel wird zum Derby-Helden – und kurz darauf zum Pechvogel

Der FC gab sich aber nicht auf. In der Schlussphase wurde der Druck größer, Standardsituationen gewannen an Bedeutung. Genau daraus fiel schließlich der Ausgleich: Kainz brachte einen Eckball mit Gefühl an den linken Pfosten, wo Martel höher stieg als Elvedi und zum 3:3 einköpfte. Das Stadion explodierte, Köln war zurück im Spiel.

Lange durfte Martel seinen Treffer allerdings nicht ungetrübt feiern. Nur zwei Minuten später sah er nach erneutem hartem Ellbogeneinsatz die Gelb-Rote Karte. Erst Ausgleichsschütze, dann Platzverweis – auch das passte zu diesem emotional aufgeladenen Derbyabend.

Offener Schlagabtausch bis in die Nachspielzeit

In Überzahl drückte Gladbach in den letzten Minuten noch einmal auf den Sieg. Reitz suchte zweimal den Abschluss, Schwäbe musste in der Nachspielzeit noch entscheidend eingreifen und hielt seinem Team den Punkt fest. Köln verteidigte leidenschaftlich, Gladbach war dem 4:3 näher, doch letztlich blieb es beim Remis.

Unter dem Strich war das 3:3 ein Ergebnis, das beide Mannschaften akzeptieren konnten. Köln zeigte Moral und kam zweimal zurück, Gladbach war offensiv gefährlich und nutzte seine Chancen gut. Vor allem aber bekamen die Zuschauer ein Derby, das seinem Ruf komplett gerecht wurde: laut, wild, emotional und voller Wendungen.

21.03.2026, 21:27 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de




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