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Köln gegen Mainz: Martel und van den Berg zurück – Mainz sucht Lösungen im Sturm

Ein Spiel, das nach Abstiegskampf und Nervenarbeit riecht: Der 1. FC Köln bekommt mit Martel und van den Berg zwei wichtige Bausteine zurück, Mainz 05 muss dagegen vor allem vorne improvisieren. Weil Hollerbach und Weiper ausfallen, stellt sich bei den Rheinhessen fast automatisch die Frage: Wer sorgt für Entlastung – und wer trifft, wenn das Spiel kippt?

1. FC Köln gegen Mainz 05 Vorbericht

Beim 1. FC Köln ist die Nachricht des Tages klar: Martel und van den Berg kehren nach ihrer Sperre zurück – und das tut dem Team nicht nur personell gut, sondern auch vom Gefühl her. Gerade in Spielen gegen direkte Konkurrenten sind es oft die Details: zweiter Ball, Laufduell, Standardverteidigung. Mit Martel im Zentrum und van den Berg in der letzten Linie steigt Kölns Chance, genau diese Details wieder stärker zu kontrollieren.

Köln: Dreierkette, viel Arbeit über die Flügel

Kwasniok dürfte erneut auf eine Dreierkette setzen: Schwäbe im Tor, davor van den Berg, Martel und Simpson-Pusey. Auf den Schienen sind Sebulonsen und Castro-Montes vorgesehen – und damit liegen viele Aufgaben auf den Außen: Breite geben, Rückwärtswege machen, und vor allem die Balance halten, wenn Köln nach vorne schiebt.

Offensiv soll Ache vorne die Endstation sein. Dahinter könnten Kaminski und S. El Mala zwischen den Räumen pendeln – genau dort, wo Mainz gern dicht macht und körperlich wird. Entscheidend wird sein, ob Köln diese Zone sauber bespielen kann, ohne sich in zu viele Einzelaktionen zu verrennen.

Die Ausfallliste bleibt allerdings ein Thema, vor allem defensiv: Hübers fehlt verletzt, Heintz hat muskuläre Probleme, Kilian ist weiter in der Reha. Köln bekommt also Rückkehrer – aber längst nicht alle Baustellen sind zu.

Mainz: Fischer muss vorne umbauen – Nordin in der Startelf möglich

Bei Mainz 05 ist die Lage fast spiegelverkehrt: Die Grundordnung wirkt stabil, aber die Spitze wackelt. Weil Hollerbach und Weiper mit Infekt ausfallen, fehlt Fischer Tempo und Wucht für die Tiefe. Deshalb könnte Nordin anstelle des zuletzt enttäuschenden Sieb starten. Zusammen mit P. Tietz wäre das eine Variante, die weniger über Sprintduelle kommt – dafür mehr über zweite Bälle, Ablagen und Standards.

Im Zentrum soll Amiri die kreativen Aktionen liefern, J.-S. Lee kann als Verbindungsspieler helfen. Auf den Außenbahnen sind da Costa und Widmer wichtige Läufer – nicht nur offensiv, sondern auch als Absicherung, wenn Köln über die Schienen Druck macht.

Gelb-Gefahr: Sebulonsen und Kohr auf der Kante

Beide Teams haben einen Spieler mit vier Gelben Karten: Sebulonsen bei Köln, Kohr bei Mainz. Gerade in einem Spiel, das in Zweikämpfen und Halbfeld-Duellen entschieden werden kann, ist das mehr als eine Randnotiz. Wer zu früh „auf Nummer sicher“ verteidigt, verliert Meter – wer zu aggressiv verteidigt, riskiert die Sperre.

So kann das Spiel kippen

Köln wird versuchen, über Intensität und Flügelaktionen Druck aufzubauen – und mit Ache möglichst früh Abschlüsse zu erzwingen. Mainz wiederum wird mit Kohr und Bell Stabilität suchen und auf Momente setzen, in denen Amiri oder Lee eine Szene öffnen. Wenn Köln die ersten 20 Minuten sauber spielt, kann das Heimspiel-Argument greifen. Bleibt es lange eng, wird es ein typisches „Nerven-Spiel“: ein Standard, ein Fehler im Aufbau, eine einzige saubere Umschaltaktion – und plötzlich steht alles Kopf.

17.01.2026, 10:18 – Redaktion Sport-Finden.de




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