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Karsa beendet seine League-of-Legends-Karriere: Abschied nach elf Jahren Pro-Play

Manche Rücktritte werden groß angekündigt, andere wirken wie ein leiser Schnitt. Hung „Karsa“ Hau-hsuan hat sich für die stille Variante entschieden: Nach elf Jahren als Profi-Jungler beendet er seine Karriere – und erklärt in einem Video, warum er bewusst loslässt.

Karsa beendet seine League-of-Legends-Karriere

Die Botschaft kommt ohne Showeffekte aus, wirkt aber genau dadurch so endgültig. Karsa sagt sinngemäß, dass er an dieser Stelle anhalte: Der „Spieler Karsa“ verabschiede sich – er gehe jedoch mit einer neuen Identität weiter. Es ist ein Satz, der hängen bleibt, weil er nicht nach PR klingt, sondern nach einer Entscheidung, die lange gereift ist.

Von Flash Wolves bis zu internationalen Titeln

Sein Name ist eng mit einer Ära verbunden, in der Taiwan und die LPL im internationalen Vergleich neue Maßstäbe setzten. Bekannt wurde Karsa zunächst bei den Flash Wolves – für viele Fans ein Synonym für mutiges, schnelles Spiel und die Phase, in der sich die Region regelmäßig mit den ganz Großen messen konnte. Später folgten weitere Stationen, darunter Royal Never Give Up, wo er an großen Erfolgen beteiligt war und auf der größten Bühne des Spiels eine zentrale Rolle einnahm.

Karsa war nie nur „ein weiterer Jungler“. Er stand für Tempo, Spielintelligenz und diese seltene Mischung aus Kontrolle und Risiko, die Spiele kippen lässt. Gerade in den Jahren, in denen RNG international glänzte, war er für viele das taktische Rückgrat zwischen den Lanes.

Offene Worte über Druck und mentale Belastung

Auffällig an seinem Abschied: Karsa spricht nicht nur über Highlights. Er thematisiert auch, wie sehr ihn der Anspruch, ein Team tragen zu müssen, über die Jahre belastet hat. In späteren Stationen sei es nicht mehr so gelaufen, wie er es sich vorgestellt hatte – und irgendwann habe er gemerkt, dass ein Wechsel allein nicht automatisch alles repariert.

Er erzählt auch von mentalen Tiefpunkten und davon, sich Hilfe geholt zu haben. Das ist im Profi-eSport längst ein Thema, wird aber selten so klar in den Mittelpunkt gestellt. Gerade deshalb wirkt sein Abschied nicht bitter, sondern konsequent: als Schritt, um wieder Luft zu bekommen – und nicht als Flucht nach einer Niederlage.

Reaktionen: Respekt, Nostalgie – und ein klares Etikett

In der Community ist der Ton schnell gesetzt: viel Respekt, viel Dankbarkeit, sehr viel Nostalgie. Für viele bleibt Karsa einer der prägendsten Jungler seiner Generation – besonders für Fans aus Taiwan, die seine Karriere als Beweis dafür sehen, wie weit man es auf der Weltbühne schaffen kann. Auch wenn Rankings immer streitbar sind: Sein Status als Gesicht einer Ära ist unstrittig.

Wie es weitergeht

Ganz abtauchen will Karsa nicht. Er deutet an, künftig mehr zu streamen und sich seiner Community auf neue Weise zu nähern. Was diese „neue Identität“ konkret bedeutet, lässt er offen. Vielleicht ist genau das der Punkt: kein neuer Vertrag, kein sofortiges Comeback, kein Versprechen – nur der Wille, weiterzumachen, aber anders.

02.01.2026, 11:35 Uhr, Redaktion Sport-Finden.de



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