HSV schlägt Union 3:2 – Königsdörffer-Doppelpack, Zittern bis zum Schluss
Hamburg hatte lange die Spielkontrolle, Union lauerte – und bekam dann plötzlich die große Chance. Nach einer VAR-Überprüfung blieb es bei der Elfmeterentscheidung: Nicolas Capaldo soll im Duell mit Ilic zu ungestüm agiert haben. Leopold Querfeld übernahm die Verantwortung und verwandelte zur überraschenden Führung für die Gäste (28.).
HSV antwortet schnell – Königsdörffer und Capaldo drehen die Partie
Der Rückstand passte überhaupt nicht zum Hamburger Auftakt, doch der HSV reagierte so, wie es ein Heimteam in dieser Phase tun muss: sofort. Fabio Vieira trieb den Ball durchs Zentrum, Glatzel legte clever quer – und Ransford-Yeboah Königsdörffer blieb vor Rönnow ruhig. Der Ausgleich fiel nur wenige Minuten nach dem 0:1 (35.).
Kurz vor der Pause wurde es dann hektisch, auch weil Union eine Szene liegen ließ, die normalerweise ein Tor sein muss: Ilic lief nach einem Steilpass am herausstürmenden Heuer Fernandes vorbei, schob das Leder aber tatsächlich am leeren Tor vorbei. Im direkten Gegenzug schlug der HSV zu. Über Muheims Flanke und Jattas Ablage kam Capaldo zum Abschluss – der Ball sprang über Latte und ins Tor: 2:1 (45.+2).
Konter-Fußball als Schlüssel: Königsdörffer macht das 3:1
Nach der Pause blieb Hamburg zunächst die aktivere Mannschaft, musste jedoch einen Rückschlag verkraften: Abwehrchef Vuskovic sah Gelb und fehlt damit im nächsten Spiel. Union wurde mit zunehmender Spielzeit gefährlicher, hatte bei einem Köhn-Freistoß sogar Aluminium auf seiner Seite – doch der HSV setzte in genau dem Moment den Nadelstich.
In der 82. Minute spielte Hamburg einen Konter sauber aus. Gocholeishvili bediente Königsdörffer auf rechts, der sich im direkten Duell behauptete und aus spitzem Winkel ins lange Eck traf. Das 3:1 wirkte wie die Vorentscheidung – zumal Union zuvor in der Offensive über weite Strecken erstaunlich wenig Durchschlagskraft entwickelt hatte.
Ilic trifft spät – und plötzlich wird es wieder eng
Union gab sich dennoch nicht geschlagen und wurde in der Schlussphase zwingender. Nach einer unglücklichen Abwehraktion von Mikelbrencis landete der Ball über Umwege bei Burke, dessen Kopfballablage Andrej Ilic verwertete. Der Stürmer köpfte zum 3:2 ein (89.) – und verwandelte die letzten Minuten in ein reines Willensduell.
Mit sechs Minuten Nachspielzeit und viel Druck der Berliner musste Hamburg noch einmal durchatmen. Am Ende verteidigte der HSV die knappe Führung über die Ziellinie – und durfte nach einem wilden Finish über einen Heimsieg jubeln, der vor allem wegen der dramatischen Schlussphase noch lange nachhallen wird.
14.02.2026, 17:32 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de