HSV gegen Gladbach: Gelb-Gefahr beim HSV – wer hält der Englischen Woche stand?
Der HSV wird voraussichtlich mit Heuer Fernandes im Tor beginnen, davor eine Dreierkette aus Capaldo, L. Vuskovic und Torunarigha. Gerade in dieser Zone steckt das erste Risiko: Capaldo und Vuskovic sind nicht nur wichtige Bausteine, sie dürfen sich auch keinen „dummen“ Karton leisten, wenn der nächste Spieltag nicht mit Sperren beginnen soll.
HSV: Lokonga als Taktgeber – oder Plan B mit Vieira im Zentrum
Zentral soll Sambi Lokonga das Spiel ordnen, unterstützt von Remberg. Wenn Lokonga die Startelf noch zu früh kommt, hat Polzin einen klaren Plan: Dann rückt Fabio Vieira ins Zentrum und Philippe würde rechts in die Startelf. Das wäre eine Lösung, die offensiver klingt – aber im Gegenpressing auch mehr Disziplin verlangt.
Über die Außen wird es wie so oft schnell: Gocholeishvili und Muheim sollen die Bahnen hoch und runter gehen, vorne lebt der HSV von den Eins-gegen-eins-Momenten. Dompé ist dabei der auffälligste Tempofaktor, Downs kann zwischen den Linien Räume öffnen. Und genau da liegt der HSV-Hebel: Wenn die ersten Dribblings sitzen, wirkt das ganze Stadion wie ein Verstärker.
Fehlen tun dem HSV aber ebenfalls Optionen: Poulsen fällt mit Syndesmoseverletzung aus, Suhonen ist krank, Omari ist im Aufbautraining. Und die Sperre von Elfadli ist ein echter Einschnitt, weil er genau die Art Zweikämpfe führt, die gegen Gladbach oft nötig sind.
Gladbach: stabiles Gerüst, aber Ausfälle vorne
Mönchengladbach dürfte mit Nicolas im Tor starten, davor eine Dreierkette um Elvedi und Diks. Auf den Schienen sind Scally und Netz eingeplant, im Zentrum Engelhardt als Arbeiter, dazu Reitz und Neuhaus als Ballverteiler. Vorne sollen Honorat und Tabakovic die gefährlichen Szenen produzieren – nicht zwingend über Dauerdruck, sondern über gute Läufe in die offenen Räume.
Die Ausfallliste ist allerdings nicht ohne: Hack fehlt mit Knieproblemen, Kleindienst nach einem Eingriff am Knie, Ngoumou ist noch im Aufbautraining nach Achillessehnenriss. Gerade ohne Kleindienst fehlt Gladbach ein Stürmertyp, der Bälle festmacht, wenn es mal hässlich wird.
Rotation als Joker – und die Cvancara-Frage
Mit Blick auf die Belastung sind bei Gladbach Umstellungen möglich. Auf der Bank sitzen unter anderem Stöger, Reyna und Cvancara – wobei bei Cvancara offen ist, ob er überhaupt einen Kaderplatz bekommt. Das ist ein Thema, das im Hintergrund mitläuft und je nach Verlauf der Woche schnell für zusätzliche Dynamik sorgen kann.
So kann das Spiel entschieden werden
Der HSV wird versuchen, Gladbach früh zu stressen: hohe Intensität, schnelle Flügelangriffe, viele Läufe hinter die Kette. Gladbach wiederum wird darauf lauern, dass der HSV im Aufbau einmal unruhig wird – und dann über Honorat und Tabakovic umschalten. Das klingt nach einem Spiel, das an wenigen Szenen hängt: Ein gewonnener Zweikampf im Zentrum, ein sauberer erster Kontakt im Gegenpressing, ein Dribbling, das nicht versandet. Wer diese Momente häufiger hat, nimmt die drei Punkte mit.
17.01.2026, 10:20 – Redaktion Sport-Finden.de